Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Datum ist historisch

09.11.2015 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit Anpfiff des Benefizspiels in Altach zugunsten der Flüchtlingsarbeit in Vorarlberg rückte ein historisches Datum in den Mittelpunkt. Denn am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, die Deutschland über rund 160 km mehr als 28 Jahre lang trennte. Als Relikt aus der Zeit der Nachkriegsordnung war sie lange ein Symbol des Kalten Krieges und der Trennung in Europa.

Die Öffnung der Mauer erfolgte in den Abendstunden des 9. November 1989, als äußerliches Zeichen der politischen Wende und der staatlichen Einheit Deutschlands. 26 Jahre danach werden in Europa Stimmen laut, das Schengener Abkommen, das u. a. die Abschaffung der staatlichen Grenzkontrollen an den Binnengrenzen der Anwenderstaaten vorsieht, außer Kraft zu setzen. Die absolute Reisefreiheit innerhalb der Europäischen Union wäre dann nicht mehr gegeben. Das hätte Auswirkungen für uns alle.

Nicht nur deshalb sind wir gefordert, uns mit der Flüchtlingsthematik auseinanderzusetzen. Nicht blauäugig, sondern durchaus kritisch, aber auch im Bewusstsein dessen, dass wir vor der nunmehr monatelang anhaltenden Flüchtlingswelle nicht die Augen verschließen dürfen. „Refugees welcome“ hieß es anfangs, jetzt wird vielfach mit der Angst gespielt. Eine Lösung kennt auch der Sport nicht, doch er kennt keine Mauern. Und so bleibt vor allem eines zu sagen: Dank an alle für das Mitwirken und an den Gastgeber Altach.