Alex Wurz zieht den Overall aus

10.11.2015 • 19:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Es ist Zeit, den Helm an den Nagel zu hängen: Alexander Wurz.  Foto: Gepa
Es ist Zeit, den Helm an den
Nagel zu hängen: Alexander Wurz. Foto: Gepa

Der Ex-Formel-Pilot fährt am Wochenende in Bahrain sein letztes Rennen.

Monte Carlo. Alexander Wurz beendet seine Motorsportkarriere. Der 41-Jährige nahm zwischen 1997 und 2007 an 69 Rennen der Königsklasse teil, er schaffte es dabei drei Mal auf das Podium. 1996 und 2009 gewann der in Monte Carlo lebende Ex-BMX-Weltmeister die „24 Stunden von Le Mans“. Seit 2012 fuhr der derzeitige Vorsitzende der Formel-1-Fahrervereinigung für Toyota (27 Einsätze, fünf Siege) in der Langstrecken-WM. Seinen letzten Einsatz hat der dreifache Familienvater beim Sechs-Stunden-Rennen von Bahrain.

20 Jahre auf der Rennstrecke

„Nach 20 Jahren als Profi-Rennfahrer ist es Zeit für mich, meinen Helm an den Nagel zu hängen“, teilte Wurz auf seiner Internetseite mit. Er habe die Hälfte seines Lebens als Motorsportler auf Topniveau genossen und ein weiteres Viertel mit dem Weg dorthin verbracht. Jetzt sei die Zeit gekommen, seine Karriere als Rennfahrer abzuschließen. „Es gibt eine Menge, wofür ich dankbar und worauf ich stolz bin. Meine zwei Le-Mans-Siege werden immer am speziellsten und unvergesslich bleiben, gemeinsam mit dem Silverstone-Podium in meinem dritten Formel-1-Rennen.“

Privileg Formel 1

Es sei ein großes Privileg, in der Formel 1 für Benetton, McLaren und Williams tätig gewesen zu sein, betonte Wurz. Auch die Test- und die Entwicklungsarbeit habe er geliebt. Sein Engagement in der Langstrecken-WM mit dem ersten WEC-Sieg für Toyota sei ein weiterer Höhepunkt gewesen.

Auf der Langstrecke habe er auch Rückschläge erlebt, wie die Aufgabe nach 15-stündiger Führungsarbeit im Le-Mans-Rennen. „Früher hätte mich eine solche Niederlage stärker zurückkommen lassen, um wieder in den Kampf einsteigen zu können, aber nicht dieses Mal. Das war der Moment, an dem ich wusste, dass die Zeit an vorderster Front sich einem natürlichen Ende nähert.“

Er werde dem Motorsport aber auch in Zukunft mit diversen Projekten erhalten bleiben, versprach Wurz. „Ihr werdet mich immer noch sehen, nur ohne Overall.“