Red Bull muss sich weiter von Renault beflügeln lassen

11.11.2015 • 21:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Formel 1 ja oder nein? Dietrich Mateschitz muss in den nächsten Wochen zukunftsträchtige Entscheidungen treffen.  Foto: gepa
Formel 1 ja oder nein? Dietrich Mateschitz muss in den nächsten Wochen zukunftsträchtige Entscheidungen treffen. Foto: gepa

Die Franzosen könnten „namenlose“ Antriebe liefern – Mateschitz muss entscheiden.

Wien. Beim Ex-Formel-1-Weltmeister Red Bull scheint eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Renault bezüglich Motoren wahrscheinlicher zu werden. Das geht zumindest aus einem aktuellen Bericht des englischen Fachmagazins „Autosport“ hervor. Demnach sind die Verhandlungen weit gediehen, alles hänge noch an der Entscheidung von Teambesitzer und Firmenchef Dietrich Mateschitz, heißt es da.

Viel Zeit bleibt nicht

Laut www.autosport.com sind entsprechende Verträge schon ausgearbeitet, es fehle aber noch das „Go“ von Mateschitz. Offenbar aus prinzipiellen Gründen. „Es gibt noch keine Entscheidung. Der Boss hat noch nicht entschieden, ob Red Bull überhaupt in der Formel 1 bleibt, das hängt immer noch in der Luft“, wird in dem Bericht des Wochenmagazins eine namentlich nicht genannte Quelle zitiert.

Red Bull hatte den laufenden Motorenvertrag mit Renault im Spätsommer vorzeitig gekündigt, weil man mit den Franzosen unzufrieden war und sich zudem im Besitz einer Zusage von Mercedes wähnte. Seit der deutsche Hersteller aber doch abgewunken hat, ist das einstige Erfolgsteam Red Bull auf einer fast schon kuriosen Suche nach neuen Antrieben.

Auch ein Formel 1-Ausstieg wurde in den Raum gestellt, sollte es keine konkurrenzfähigen Motoren für das austro-englische Team geben. Die für Ende Oktober angekündigte Entscheidung darüber hat Mateschitz erst kürzlich um drei Wochen verschoben, viel Zeit bleibt nicht mehr.

Zumindest 2016 könnte es aber nun doch mit Renault weitergehen. Mit den Franzosen hat man zwischen 2010 und 2013 vier Fahrer- und Konstrukteurstitel in Folge eingefahren.

Red Bull müsste sich künftig aber offenbar finanziell beteiligen. Laut dem Bericht würden die beiden mit Renault assoziierten Groß-Sponsoren Infiniti and Total 2016 zwar noch – zu reduzierten Beiträgen – am RB12 sein, 2017 aber verschwinden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen Renault einerseits beim kommenden Werksteam-Engagement (Lotus), aber ebenso bei der Motorenentwicklung helfen. Von Letzerem würde auch Red Bull profitieren.

Eigener Motorenname

Offen ist offenbar, welchen Namen die künftigen Motoren für Red Bull tragen würden. Renault könnte auch „namenlose“ Antriebe liefern und Red Bull diese nach eigenem Gutdünken – etwa „Energy Power Unit“ – benennen.