Die Leichtathletik muss über die Dopingbücher

12.11.2015 • 20:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf Präsident Sebastien Coe lastet nach der russischen Dopingaffäre großer Druck. Foto: apa
Auf Präsident Sebastien Coe lastet nach der russischen Dopingaffäre großer Druck. Foto: apa

Genf. Im größten Dopingskandal der Leichtathletik-Geschichte hat die Führung des Weltverbandes (IAAF) heute eine erste Krisensitzung angesetzt. Möglicherweise fällt schon dann eine Entscheidung über den Ausschluss der russischen Athleten aus der IAAF und von den Olympischen Spielen 2016. IAAF-Präsident Sebastian Coe hat seine eigene Tendenz in dieser Woche schon einmal anklingen lassen. Er halte die Einbeziehung der Russen im Zweifel für besser als ihre Ausgrenzung, sagte Coe. Der öffentliche Druck auf das 27-köpfige Council der IAAF ist aber gewaltig, da nicht zuletzt die Ermittlungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in ihrem Bericht empfohlen hat, die Russen vorerst aus dem Weltverband auszuschließen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich gegen eine mögliche „Kollektivstrafe“ für die russischen Leichtathleten ausgesprochen. „Sportler, die nie etwas mit Doping zu tun hatten, sollten nicht die Verantwortung übernehmen müssen für andere, die die Regeln verletzten“, sagte er bei einem Treffen mit Sportfunktionären in der Olympiastadt Sotschi.