„Direktaufstieg macht Sinn“

Sport / 12.11.2015 • 22:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Regionalliga-Obmann Reinhard Fetz ist optimistisch. Foto: Knobel
Regionalliga-Obmann Reinhard Fetz ist optimistisch. Foto: Knobel

Vorarlbergs Regionalliga-Obmann Reinhard Fetz hofft auf mehr Klubs aus dem Ländle.

Schwarzach. 26 Jahre war er selbst als Funktionär beim FC Hard tätig, inzwischen vertritt Reinhard Fetz die Interessen der Vorarlberger Klubs in der Regionalliga West. Für den 59-Jährigen ist die Liga ein idealer Unterbau, schon allein deshalb macht für ihn der Direktaufstieg in die zweithöchste Spielklasse Erste Liga Sinn. Im VN-Interview spricht er aber auch über Probleme und das Skandal-Derby in Hard.

Was sehen Sie als Ihre wichtigsten Aufgaben als Regionalliga-Obmann?

Fetz: Es gilt, sich im Sinne der Vorarlberger Regionalligaklubs entsprechend einzusetzen. Sei es, wenn es Probleme gibt, Wünsche oder Anregungen da sind.

Sehen Sie aktuell Probleme?

Fetz: Nein. Schade ist allein, dass unsere Vereine nicht mehr um den Titel mitspielen. Speziell in Salzburg haben die Klubs diesbezüglich große Fortschritte gemacht. Dennoch: Für mich ist die Liga nach wie vor eine sportlich interessante Spielklasse.

Lange wurde um den Direktaufstieg gekämpft?

Fetz: Für mich macht er Sinn und die derzeitige Lösung mit dem Rotationsprinzip halte ich für optimal. So stellt die Westliga alle drei Jahre einen Direktaufsteiger. Allerdings wird nach den ersten drei Jahren eine Zwischenbilanz gezogen. Im Sinne des Sports ist für mich der Direktaufstieg immer wünschenswert.

Das Abschneiden der vier Vorarlberger Klubs im Herbst war sehr unterschiedlich. Wie beurteilen Sie die Leistungen?

Fetz: Für mich hat sich Dornbirn als Topverein etabliert. Hard gehört für mich zu den positiven Überraschungen im Herbst. Um die Amateure aus Altach sorge ich mich auch nicht, allein Bregenz blieb bislang hinter den Erwartungen. Ich hoffe aber, dass der Klassenerhalt geschafft wird und Vorarlberg in der kommenden Saison mit fünf Klubs in der Liga vertreten ist.

Ein Wort von Ihnen zum Derby zwischen Hard und Bregenz?

Fetz: Es wurde bereits genug geschrieben. Klar ist, dass wir solche Spiele nicht sehen wollen. Jetzt aber muss endlich ein Schlussstrich gezogen werden. Die Spieler der beiden Klubs haben sich ausgesprochen, auch die Funktionäre haben wieder einen Draht gefunden. Man kann sich wieder in die Augen schauen.

Was sind für Sie die Gründe, dass Vorarlberg mit vier Klubs die wenigsten Vereine in der Regionalliga West stellt?

Fetz: Zum einen ist es nicht leicht für die Vereine, ein Talent aus der Akademie zu bekommen. Dann sind da die Reisestrapazen, sodass es einige gute Spieler vorziehen, in der Vorarlbergliga zu spielen. Aus meiner Sicht kann die Lösung nur in einer intensiven Einbindung des eigenen Nachwuchses liegen. Diesbezüglich hat uns Salzburg einiges voraus.