„Sehe mich weiter in Altach“

12.11.2015 • 20:43 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Altach-Torhüter Andreas Lukse macht während des Trainingslagers der österreichischen Nationalmannschaft in Spanien einen konzentrierten Eindruck. Foto: gepa
Altach-Torhüter Andreas Lukse macht während des Trainingslagers der österreichischen Nationalmannschaft in Spanien einen konzentrierten Eindruck. Foto: gepa

Neo-Nationalspieler Lukse fühlt sich wohl im Kreise ehemaliger Weggefährten.

Orihuela. Sebastian Prödl, Markus Suttner, Martin Harnik, Zlatko Junuzovic, Veli Kavlak, Rubin Okotie oder Andreas Lukse. Sie alle gehörten dem U-20-Kader an, der 2007 bei der WM-Endrunde in Kanada Platz vier belegte. Altachs Torhüter, der am vergangenen Sonntag, am Tag der Einrückung, seinen 28. Geburtstag feierte, hat nun als Letzter des Septetts ebenfalls den Sprung ins Nationalteam geschafft. Im Trainingslager des ÖFB-Teams in Spanien sprach Lukse über seine ersten Erfahrungen sowie über seine Vertrags­situation beim Cashpoint
SCR Altach.

Erstmals trainieren Sie im A-Nationalteam. Wie geht es Ihnen dabei?

Lukse: Sehr gut. Ich bin topfit. Das ist wichtig, damit du immer 100 Prozent geben kannst. Das Training macht richtig Spaß. Ich habe es schon ein bisschen vermisst (schmunzelt). Im Ernst: Es ist eine andere Welt, auch wenn sich die Einheiten nicht so sehr unterscheiden von jenen in Altach.

Stichwort Trainingseinheiten. Was fällt Ihnen dabei spontan ein?

Lukse: Die Einheiten sind intensiv, aber so soll es ja auch sein. Natürlich gibt es auch ein paar Übungen, die für mich neu sind und an die ich mich noch gewöhnen muss. Der bislang größte Unterschied zu den Einheiten im Klub ist, dass sie zeitmäßig kürzer sind.

In den Gesprächen mit Teamspielern wird immer wieder auf des besondere Klima innerhalb der Mannschaft hingewiesen. Bekommt man als Neuer davon etwas mit?

Lukse: Auf jeden Fall! Bei einer Truppe, die Tiefschläge und Erfolge zusammen erlebt hat, ist das ganz normal. Das schweißt zusammen. Die Mannschaft macht es einem dennoch sehr leicht, wenn man neu dazustößt. Auch wenn ich viele dieser Spieler aus den Nachwuchsteams oder aus meiner Rapid- oder Sturm-Zeit bereits kenne. Aber es ist doch schön zu sehen, dass sich kaum einer verändert hat in all den Jahren.

Der Teamchef meinte, er wolle die Zeit im Trainingslager auch dazu nutzen, das Gespräch mit den Neuen zu suchen. Haben Sie bereits ein Gespräch mit Marcel Koller gehabt?

Lukse: Nein, noch nicht. Wir haben in den ersten Tagen immer zweimal täglich trainiert. Da blieb nicht so viel Zeit. Aber ich denke, dass es noch dazu kommen wird.

Sie haben nun den Sprung in den Nationalkader geschafft. Denkt man da als Spieler schon an eine EM-Teilnahme?

Lukse: Vielleicht im Hinterkopf, ansonsten aber nicht. Vielmehr bestätigt es mich auf meinem bisherigen Weg und zeigt, dass ich viel richtig gemacht habe. Wichtig für mich ist, dass ich konstant gute Leistungen erbringe. Ich versuche, immer 100 Prozent zu geben – mehr geht nicht. Wichtig ist zudem, dass man sich eine gewisse Lockerheit bewahrt. Alles andere wäre der falsche Weg.

Apropos Weg. Ihr Vertrag in Altach läuft zu Saisonende aus. Wohin führt der Weg von Andreas Lukse?

Lukse: Ich habe immer betont, dass ich weiß, was ich an Altach habe. Ich sehe meinen Weg in Altach, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man in der Bundesliga Stammtorhüter ist. Andererseits läuft mein Vertrag aus. Ich bin jetzt im erweiterten Teamkader, da ist es doch nur normal, wenn ich mir alles anhöre. Am Ende heißt es dann abzuwägen, was für mich das Beste ist. Aber wie gesagt: Ich kann mir sehr gut vorstellen, weiter in Altach zu bleiben. Zumal der Klub ja auch seine Infrastruktur verbessern will. Es tut sich also was.

Altachs Sportchef Georg Zellhofer hat von einem ersten Gespräch mit Ihnen bezüglich Vertragsverlängerung gesprochen?

Lukse: Ja, es gab ein erstes Gespräch, bei dem wir uns ausgetauscht haben. Nächste Woche wird es weitere Gespräche mit meinem Berater geben.

Tormanntrainer Klaus Lindenberger mit seinem Trio Özcan, Lindner und Lukse (v. l.). Foto: gepa
Tormanntrainer Klaus Lindenberger mit seinem Trio Özcan, Lindner und Lukse (v. l.). Foto: gepa