Alle wollen Novak Djokovic ärgern

Sport / 13.11.2015 • 22:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Üben für das Finale: Novak Djokovic. Foto: ap
Üben für das Finale: Novak Djokovic. Foto: ap

Das Tennis-Ass aus Serbien ist der große Favorit beim Tour-Finale in London.

London. Nach dem Gewinn von drei der vier Majors des Jahres 2015 sowie der Rekordmarke von sechs Masters-Titeln in diesem Jahr ist Novak Djokovic der große Favorit auch beim ATP-Finale ab Sonntag in London. Der 28-Jährige brennt darauf, den großen Showdown zum bereits vierten Mal in Folge zu gewinnen. Schon in der Vorrunde kommt es zum Gigantenduell mit Roger Federer.

Djokovic hat das Tennis-Jahr dominiert wie kaum einer vor ihm. Seine Gesamtbilanz weist ihn sogar noch erfolgreicher aus als 2011, als er ebenfalls drei Grand-Slam-Turniere gewann. 78/5 lautet seine Sieg/Niederlagen-Bilanz, seit der Niederlage gegen Federer im August in Cincinnati hat er 22 Matches in Folge gewonnen.

Seit Juli 2014 ist Djokovic die Nummer eins der Welt und er wird ungeachtet der Geschehnisse in London zum vierten Mal in Folge das Jahr auch als Spitzenreiter beenden. So wie bisher nur John McEnroe und Ivan Lendl. Djokovic will sein „Goldenes Jahr“ krönen und ist auf dem Weg, eine neuartige Dominanz in den Geschichtsbüchern zu verewigen.

„Hinsichtlich Grand Slams war diese Saison besser als 2011“, sagte der Spaßmacher auf der Tour kürzlich in einem Interview. Nur der Titel bei den French Open wurde Djokovic von Stan Wawrinka vermasselt. „So wie ich spiele und so wie ich mich fühle, bin ich ein kompletterer Spieler als 2011. Auch mental bin ich viel stabiler geworden“, erklärte der „Djoker“. Zusammen haben Djokovic und Federer alle „Masters-Titel“ seit 2010 geholt.

Federer ist die Gruppe egal

Der Schweizer, mit sechs Masters-Titeln Rekordhalter, zeigte sich nicht geschockt über die Auslosung in die schwierigere Gruppe mit Djokovic. „Egal, in welche Gruppe man hier kommt, die Gegner sind immer stark.“ Auch diesmal könnte es ein Schweizer Halbfinale gegen Wawrinka kommen. 2014 hatte sich Federer nach Abwehr von vier Matchbällen knapp durchgesetzt, zum Finale trat er aber wegen Rückenproblemen nicht mehr an.

Thomas Berdych aus Tschechien und der Japaner Kei Nishikori ergänzen die A-Gruppe. Leichter erscheint die andere Gruppe mit dem an zwei gesetzten Briten Andy Murray sowie Wawrinka, Rafael Nadal und dem spanischen Wien-Sieger David Ferrer.