Auf Bombendrohung folgte 0:2-Niederlage

Sport / 13.11.2015 • 23:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mario Gomez (r.) gab nach 14-monatiger Abstinenz sein Comeback in der DFB-Auswahl. Foto: EPA
Mario Gomez (r.) gab nach 14-monatiger Abstinenz sein Comeback in der DFB-Auswahl. Foto: EPA

Weltmeister Deutschland unterliegt beim EM-Härtetest gegen den EURO-Gastgeber Frankreich.

paris. Es war ein mehr als ereignisreicher Tag für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Paris. Und er begann mit einem Drohanruf im Teamhotel. Eine anonyme Bombendrohung hat so die Vorbereitung der DFB-Equipe für das Länderspiel gegen EM-Gastgeber Frankreich gestört. Obwohl die Pariser Polizei schnell beruhigte („Kein Grund zur Panik, solche Anrufe gibt es in Paris öfters“) mussten DFB-Teamchef Joachim Löw und seine von Kapitän Bastian Schweinsteiger angeführten 24 Akteure das Teamhotel im Stadtteil Boulogne räumen.

Alle Zufahrtsstraßen zu dem Fünf-Sterne-Hotel waren abgesperrt worden. Die Polizei ließ die Luxusherberge Molitor Paris mit Spürhunden absuchen. Die Spieler bemühten sich, das Beste aus der misslichen Lage zu machen, sie besuchten das berühmte Stade Roland Garros, wo alljährlich die French Open stattfinden. Über Twitter verbreiteten die Kicker Fotos, die sie offensichtlich gut gelaunt auf den Sandplätzen zeigen. Schweinsteiger posierte in den Katakomben mit Lukas Podolski vor einem Bild seiner Freundin, der serbischen Tennisspielerin Ana Ivanovic, die 2008 die French Open gewann. Das übliche Anschwitzen für das Spiel wurde ebenfalls dort abgehalten, wenngleich in reduzierter Form. Um 13.51 Uhr fuhr der schwarze Teambus wieder am Hotel vor – und alles ging, beginnend mit einem etwas verspäteten Mittagessen, seinen gewohnten Gang.

Am Abend gab es dann im Stade de France einen sportlichen Dämpfer für die Weltmeister: Nach der äußerst holprigen Qualifikation für die Europameisterschaft musste man sich im prestigeträchtigen Probelauf geschlagen geben. Der EM-Gastgeber siegte auf dem ramponierten Rasen des Endspiel-Stadions mit 2:0 (1:0). Olivier Giroud (45.+1) und der eingewechselte André-Pierre Gignac (86.) trafen für die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps.

Damit kassierte die DFB-Auswahl erstmals in der Amtszeit von Bundestrainer Löw in Verlauf einer Saison ohne Turnier drei Niederlagen.

Die Polizei riegelte das DFB-Team-Hotel ab. Foto: epa
Die Polizei riegelte das DFB-Team-Hotel ab. Foto: epa

Fußball

Länderspiele

Slowakei – Schweiz 3:2 (1:0)

Torfolge: 39. 1:0 Duris, 48. 2:0 Duris, 55. 3:0, Mak, 63. 3:1 Derdiyok, 67. 3:2 Drmic

Frankreich – Deutschland 2:0 (1:0)

Torfolge: 45.+1 1:0 Giroud, 86. 2:0 Gignac

Spanien – England 2:0 (0:0)

Torfolge: 72. 1:0 Gaspar, 84. 2:0 Cazorla

Belgien – Italien 3:1 (1:1)

Torfolge: 3. 0:1 Candreva , 13. 1:1 Vertonghen, 74. 2:1 De Bruyne, 82. 3:1 Batshuayi

Wales – Niederlande 2:3 (1:1)

Torfolge: 32. 0:1 Dost, 45. 1:1 Ledley, 55. 1:2 Robben, 70. 2:2 Huws, 81. 2:3 Robben

Polen – Island 4:2 (0:1)

Torfolge: 4. 0:1 Sigurdsson, 52. 1:1 Grosicki,
66. 2:1, Kapustka, 76. 3:1 Lewandowski,
78. 4:1 Lewandowski

Tschechien – Serbien 4:1 (1:0)

Torfolge: 17. 1:0 Sivok, 63. 2:0 Necid (Elfmeter), 78. 2:1 Skuletic, 82. 3:1 Krejci, 93. 4:1 Zahustel

Katar – Türkei 1:2 (1:0)

Torfolge: 26. 1:0 Assadalla, 69. 1:1 Turan,
72. 1:2 Tosun

Luxemburg – Griechenland 1:0 (0:0)

Tor: 91. 1:0 Joachim

Mazedonien – Montenegro 4:1 (3:0)

Torfolge: 35. 1:0 Sikov, 38. 2:0 Trajkovski (Elfmeter), 40. 3:0 Trajkovski (Elfmeter),
64. 4:0 Trajkovski, 89. 4:1 Jovetic

Andorra – St. Kitts und Nevis 0:1 (0:1)

Tor: 9. 0.1 Elliott

Russland – Portugal heute

Krasnodar, 15 Uhr