Red Bulls Zukunft ist gesichert

13.11.2015 • 21:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Motoren-Lösung ist gefunden: Helmut Marko und Christian Horner. Foto: gepa
Die Motoren-Lösung ist gefunden: Helmut Marko und Christian Horner. Foto: gepa

Motorenfrage gelöst, beide Mateschitz-Rennställe bleiben
der Formel 1 erhalten.

Sao Paulo. Die Zukunft von Red Bull Racing in der Formel 1 ist nach wochenlangen Ausstiegsdrohungen offenbar gesichert. Das sagte Teamchef Christian Horner vor dem Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 17 Uhr) der BBC. Demnach wird das frühere Team von Weltmeister Sebastian Vettel auch 2016 zum Starterfeld gehören. „Wir haben uns dazu verpflichtet“, sagte der 41-Jährige. „Wir arbeiten hart an einem möglichst konkurrenzfähigen Auftritt.“

Alternativ-Aggregate 2017

Die Kernfrage in der Motorenkrise des Teams von Getränkemilliardär Dietrich Mateschitz konnte Horner aber weiterhin nicht beantworten, wer im kommenden Jahr den Antrieb liefert, bleibt offen. Man habe sich „auf eine Lösung eingestellt. Hoffentlich können wir gegen Saisonende mehr sagen“, sagte Horner. Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bestätigte bei Sky den Verbleib „von beiden Teams in der Formel 1. Wir betrachten 2016 als Übergangsjahr, 2017 wollen wir mit den neuen Motoren wieder richtig dabei sein und um Siege und Titel fahren“, so der Steirer, der betonte, die Zusage von Bernie Ecclestone zu haben, dass 2017 die Alternativ-Motoren eingeführt werden. „Damit wäre die Abhängigkeit von den Herstellen gebrochen“, so Marko.

Red Bull hatte die lange Jahre so erfolgreiche Geschäftsbeziehung mit Renault im Sommer für beendet erklärt und die Franzosen heftig kritisiert. In der Folge blieb eine angestrebte Einigung mit Mercedes und Ferrari aber aus, Mateschitz drohte wochenlang mit dem Rückzug aus der Königsklasse.

Nun soll sich doch die weitere Zusammenarbeit mit Renault abzeichnen. Red Bull Racing könnte demnach einen weiterentwickelten Motor der Franzosen unter anderem Namen nutzen. Für das Ausbildungsteam Toro Rosso soll dagegen ein Angebot für 2015er-Ferrari-Motoren vorliegen.

Lösung könnte teuer werden

Bereits in vier Monaten beginnt die neue Saison, schon jetzt ist die Zeit für die Entwicklung knapp, zudem ist der Renault-Motor weiterhin unterlegen – ein Jahr im grauen Mittelmaß scheint unausweichlich. Die neue Konstellation dürfte Red Bull außerdem teurer zu stehen kommen als bislang. Renault will im kommenden Jahr unter großem Aufwand sein eigenes Werksteam aufbauen und wollte eigentlich gar keine Kundenmotoren mehr liefern.

Beide Red-Bull-Teams machen nächstes Jahr weiter.

Helmut Marko