Verfolgerduo steht unter Zugzwang

13.11.2015 • 21:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hard-Routinier Michael Knauth und seine Nebenleute wollen mit einem Sieg im Heimspiel gegen Schwaz Rang zwei in Tabelle festigen.  Foto: GEPA
Hard-Routinier Michael Knauth und seine Nebenleute wollen mit einem Sieg im Heimspiel gegen Schwaz Rang zwei in Tabelle festigen. Foto: GEPA

Verlieren verboten lautet die Vorgabe für Hard heute gegen Schwaz und Bregenz
in Bärnbach.

Schwarzach. (VN-jd) Nach der 14-tägigen Länderspielpause startet in der Handball-Liga Austria (HLA) die finale Phase des Grunddurchgangs. Vorarlbergs Vertreter sind vor den letzten sieben Partien, nach denen die Punkte halbiert werden, die ersten Verfolger der bislang souverän agierenden Fivers Margareten, die ohne Punktverlust die Zwischenwertung anführen. Damit der Rückstand auf die Wiener in der im Februar beginnenden Meisterrunde sich nicht vergrößert, müssen sich beiden Ländle-Vertreter aber ordentlich ins Zeug legen.

Im Fall des aktuell mit sechs Zählern Rückstand Rang zwei in der Tabelle einnehmenden Alpla HC Hard ist dies vor dem heutige Heimauftritt ab 19 Uhr gegen Schwaz beim Blick auf die Verletztenliste kein einfaches Unterfangen. Zu den langzeitverletzten Samuel Wendel, Lukas Vogel­auer, Felix Klötzel und Gernot Watzl gesellte sich in den letzten Tagen Marko Tanaskovic hinzu. Der Linkshänder muss sich nach einer Abrissverletzung der Ursprungssehne des Adduktor longus nächsten Dienstag einer Operation unterziehen und fällt zumindest 16 Wochen aus. Daneben sind einige Akteure angeschlagen und somit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Doch Markus Burger hält nichts vom Jammern und hat den Blick nach vorne gerichtet: „Natürlich ist die Momentaufnahme aus personeller Sicht alles andere als erfreulich. Doch es ist nun einmal so, und Trübsal blasen bringt uns nicht weiter. Es liegt an uns, das Beste aus der Situation zu machen“, betont der Trainer des HLA-Titelträgers der letzten vier Saisonen.

Positive Impulse erhofft sich Burger von Neo-Kreisläufer Peter Dudás (31). Der 50-fache slowakische Teamspieler soll mit seiner Erfahrung dazu beitragen, dass die Abwehr der Roten Teufel nach dem Abgang von Kresmir Kozina wieder mehr Stabilität bekommt, und im Angriff soll Dudás die notwendigen Freiräume für die Harder Werfer schaffen. „Für uns gibt es keine leichten Spiele mehr oder nur wenige leichte. Wir müssen uns an die Gegebenheiten anpassen und über den bedingungslosen Kampf den Weg zum Erfolg suchen“, betont Burger.

Beim Vorletzten zu Gast

Von der Papierform her klar verteilt ist das Kräfteverhältnis in der Partie zwischen Bärnbach/Köflach (9.) und Bregenz Handball (3.). Doch Bregenz-Coach Robert Hedin warnt davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen: „Sie sind sicher besser, als ihr Tabellenrang vermuten lässt. Wir hatten beim 27:24-Heimsieg über weite Strecken mehr Mühe als erwartet, und zu Hause werden sie sicher alles versuchen, um uns die Aufgabe zu erschweren. Uns erwartet keine leichte Aufgabe, doch um den Kontakt zum Führungsduo zu halten, müssen wir die beiden Punkte holen“, erklärt Hedin.

Erstmals nach ihren Verletzungen wieder im Kader beim Vizemeister der letzten Saison stehen Marian Klopcic und Dominik Bammer. Letzterer feiert nach seiner Schulteroperation im Sommer sein Saison-Comeback.