Tschechien verteidigt die Krone

15.11.2015 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Tereza Smitkova, Lucie Safarova, Lucie Hradecka, Denisa Allertova, Petr Pala, Karolina Pliskova, Petra Kvitova und Barbora Strycova (v. l.). Foto: ap
Tereza Smitkova, Lucie Safarova, Lucie Hradecka, Denisa Allertova, Petr Pala, Karolina Pliskova, Petra Kvitova und Barbora Strycova (v. l.). Foto: ap

Gastgeber holt sich mit 3:2-Erfolg über Russland zum neunten Mal den Fed-Cup.

Prag. Titelverteidiger Tschechien hat in einem dramatischen und hochklassigen Finale zum neunten Mal den Tennis-Fed-Cup gewonnen. Die Gastgeberinnen setzten sich in Prag gegen Russland um Superstar Maria Scharapowa 3:2 durch. Karolina Pliskova und Barbora Strycova holten im abschließenden Doppel gegen Anastasia Pawljutschenkowa und Jelena Wesnina mit 4:6, 6:3, 6:2 den entscheidenden Punkt.

Zuvor hatte Scharapowa durch ihren zweiten Sieg am Wochenende die Russinnen vom fünften Titel träumen lassen. Die Weltranglistenvierte gewann das Spitzeneinzel gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova 3:6, 6:4, 6:2. Am Samstag hatte sie Pliskova 6:3, 6:4 geschlagen. Kvitova (2:6, 6:1, 6:1) und Pliskova (6:3, 6:4) hielten Tschechien mit ihren Siegen gegen Pawljutschenkowa jedoch im Spiel. „Das sind meine ersten Fed-Cup-Erfahrungen, daher bin ich überglücklich, wie gut wir gespielt haben“, sagte Pliskova, die erst in dieser Saison ins tschechische Team gerückt war. Doppelpartnerin Strycova stammelte unter dem Jubel der Fans: „Ich bin sprachlos, das war unglaublich.“

Für Tschechien war es bereits der vierte Fed-Cup-Titel in den vergangenen fünf Jahren. Nur 2013 hatten Kvitova und Co. Italien (4:0 gegen Russland) den Triumph im Mannschaftswettbewerb überlassen müssen.

Umstellungen in beiden Teams

Im vergangenen Jahr hatte sich die Auswahl von Teamchef Petr Pala im Finale ebenfalls in Prag gegen Deutschland mit 3:1 durchgesetzt. In Prag hatten die Teamchefs Pala und Anastasia Myskina vor dem entscheidenden Doppel umgestellt: Pala gab der formstarken Pliskova überraschend den Vorzug vor Lucie Safarova, die in diesem Jahr an der Seite der Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands die Grand-Slam-Turniere in Melbourne und Paris gewonnen hatte. Myskina setzte auf Pawljutschenkowa statt der ursprünglich nominierten Jekaterina Makarowa. Scharapowa blieb auf der Bank und wartete dort vergeblich auf den ersten Fed-Cup-Sieg ihrer Karriere.