Ausnahmezustand am eigenen Leib verspürt

19.11.2015 • 20:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SCRA-Verteidiger Benedikt Zech (stehend) war am vergangenen Samstag mit Felix Roth (sitzend) in Straßburg. Foto: gepa
SCRA-Verteidiger Benedikt Zech (stehend) war am vergangenen Samstag mit Felix Roth (sitzend) in Straßburg. Foto: gepa

Ein Straßburg-Ausflug hat Altach-Spielern die Folgen des Paris-Attentats vor Augen geführt.

Altach. (VN-cha) Eigentlich sollte es ein unbeschwertes Wochenende unter Kicker-Kollegen werden. Doch mit dem Paris-Attentat vor einer Woche war alles anders. Benedikt Zech wirkt nachdenklich, wenn er von seinem Besuch bei Teamkollege Felix Roth erzählt. So war er am trainingsfreien Wochenende nach Offenburg gefahren, in die Heimatstadt des 28-jährigen Deutschland-Legionärs.

„Schon die Grenzkontrollen waren massiv, wir wurden extrem kontrolliert“, erinnert sich Zech. „In der Stadt selbst patrouillierten dann bewaffnete Soldaten.“ Und so lernte der Vorarlberger die „schöne Stadt“ (Roth) von einer nicht erwarteten Seite kennen. „Es war bewegend zu sehen, wie ein ganzes Land im Ausnahmezustand ist“, so Zech (25). Ein Szenario wie in Paris kann er sich in Vorarlberg nicht vorstellen. „Ich glaube, wir sind diesbezüglich wirklich privilegiert.“ Die Eindrücke vom gemeinsamen Frankreich-Kurzbesuch aber haben sich beim Altach-Verteidiger eingeprägt.

Gedanken bei den Menschen

Auch an SCRA-Cheftrainer Damir Canadi sind die Ereignisse nicht spurlos vorbeigegangen. Der 45-Jährige spricht von „dramatischen Situationen“ und denkt dabei vor allem an die vielen Menschen, die direkt davon betroffen sind. „Leider“, so Canadi, „ist es schwer, solche Dinge zu unterbinden.“