Fördern und fordern

Sport / 19.11.2015 • 19:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Markus Sagmeister widmet seinen Einsatz wieder ausschließlich dem Vorarlberger Segelverband. Foto: Thüringer
Markus Sagmeister widmet seinen Einsatz wieder ausschließlich dem Vorarlberger Segelverband. Foto: Thüringer

Markus Sagmeister zieht positive Bilanz seiner Tätigkeit als BSVb-Vorsitzender.

Bregenz. (VN-HT) Markus Sagmeister (59) trat beim Seglertag des Bodenseesegelverbandes (BSVb) in Überlingen mit leidenschaftlichem Appell an die Vereine nach drei Jahren vom Amt des Vorsitzenden zurück. Zufrieden damit, sein Vorhaben umgesetzt zu haben, den BSVb nicht nur zu verwalten, sondern vor allem zu gestalten, übergab der 59-jährige Bregenzer, der auch Vorsitzender des Vorarlberger Segelverbandes ist, das Amt des Präsidenten an seinen Nachfolger Theo Naef vom Yachtclub Arbon. Im Tätigkeitsbericht von Sagmeister standen das Regattawesen und die Jugendarbeit ganz oben.

Um die Qualität der vielen Regatten am Bodensee zu heben, regte Sagmeister die Gründung eines Regattaforums im BSVb an, der aktuell 101 Verbandsvereine mit rund 21.000 Mitgliedern und 9100 Booten vertritt. Wesentliche Ergebnisse daraus sind genaue Definitionen der Segelvermessung, regelmäßige Kontrollen während der Regatten und klare Regeln in der Yardstickkommission, die das Rating der einzelnen Yachttypen bestimmt. „Besser wäre freilich, es würden mehr Eigner ihre Boote in ORC vermessen lassen“, meint Sagmeister, weil hier mehr Gerechtigkeit herrsche. Dazu müsste in den Vereinen aber intensiver Werbung gemacht werden.

Aufwind für Optis und 420er

Um Kinder früh zum Segeln zu bringen, wurde die Bodenseemeisterschaft für die Jollentypen Optimist und 420er ausgebaut. Sechs Regatten mit über 20 Wertungsläufen standen am Programm. Heikel sei der Übergang zum größeren 470er, weil sich in dieser Phase die Zukunft des jungen Menschen entscheide. „Chancen, international zu reüssieren, haben nur jene Jugendlichen, die sich ausschließlich diesem Sport widmen“, betont Sagmeister und verweist auf die beiden Vorarlberger Topteams David Bargehr/Lukas Mähr und Benjamin Bildstein/David Hussl, die zeigen, wie es geht, wenn man wie in ihrem Fall nach einer Teilnahme auf höchster Ebene, sprich Olympia, strebt.

Eine tolle Möglichkeit, auf hohem Niveau zu segeln, ohne sich kompromisslos darauf einlassen zu müssen, bietet die neue Einheitsklasse J/70, von deren Bootstyp es schon 30 Stück allein am Bodensee gibt. „Diese Entwicklung hat unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Sagmeister, der die BSVb-Unterstützung des Projekts voll bestätigt sieht.

Die Möglichkeit, in die 1. Bundesliga aufsteigen zu können, sei für viele junge Segler eine reizvolle Motivation. „In der Jugendarbeit müssen wir nachhaltige Impulse setzen“, forderte der scheidende BSVb-Präsident die Vereine auf. „Das sind wir dem Segelsport schuldig.“

Ich habe versucht, die Arbeit nicht nur zu verwalten, sondern aktiv am Geschehen mitzuwirken.

Markus Sagmeister