Graz kommt ungelegen

Sport / 19.11.2015 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Daniel Woger, der Vorarlberger in Diensten von Graz, kommt heute an seine alte Wirkungsstätte nach Dornbirn zurück. Foto: gepa
Daniel Woger, der Vorarlberger in Diensten von Graz, kommt heute an seine alte Wirkungsstätte nach Dornbirn zurück. Foto: gepa

Dornbirn tut sich gegen Nachzügler schwer, hat gegen die Steirer aber etwas gutzumachen.

Dornbirn. (VN-ko) Halbzeit in der Erste Bank Eishockeyliga mit der 22. Runde. Der Dornbirner EC empfängt mit den Graz 99ers einen Gast aus der unteren Tabellenhälfte. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, erinnert sich Martin Grabher-Meier an das 1:2 im Hinspiel in der Steiermark. Dass ein Trainerwechsel bei den 99ers stattgefunden hat, sei kein Faktor: „Wir schauen grundsätzlich auf unser Spiel und wollen es durchziehen.“ Auch Tabellenplatz elf dürfe nicht täuschen: „Unserer Spielweise kommet die der Topteams eher entgegen als jene der Nachzügler“, weiß Grabher-Meier. „Die Großen sind offensiver aufgestellt, da können wir abwarten, das kommt unserem Konterspiel entgegen. Gegen die sogenannten Kleinen tun wir uns schwerer,“ da kommt Graz ungelegen. „Die stehen mit fünf Mann vor dem eigenen Tor, warten auf unsere Fehler – da müssen wir aufpassen, nicht selbst in die Konter zu laufen.“ Wie es eben bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung in Laibach passiert ist.

Die 99ers reisen mit einem Negativlauf im Gepäck in Dornbirn an. Nachdem Ivo Jan das Traineramt übernommen hatte, feierten die Steirer sechs Siege in Serie. Zuletzt handelte man sich aber fünf Niederlagen am Stück ein. Beim knappen 1:2 am Dienstag in Klagenfurt war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Coach Jan weiß, wie sein Team gegen die Bulldogs auch wieder zu Punkten kommen könnte: „Dornbirn ist gefährlich. Wir müssen definitiv unsere Chancen im Powerplay viel konsequenter nutzen und das Spiel aus einer sicheren Defensive aufbauen.“ Der Rückstand der 99ers auf Platz zehn beträgt fünf Punkte, man ist also schön langsam unter Zugzwang, will man in der Tabelle noch Boden gutmachen. Die Bulldogs werden übrigens zum letzten Mal mit den Movember-Trikots, die zugunsten der Männergesundheit versteigert werden, auflaufen. „Ich habe nicht teilgenommen“, gibt Grabher Meier zu. „Mein Bartwuchs ist lächerlich.“

Aquino heuert in Salzburg an

Zurück nach Österreich kommt der ehemalige Dornbirner Publikumsliebling Luciano Aquino. Der 30-jährige Torjäger kam in der letzten Saison – nach der Rückkehr aus Schweden – mit Trainer Dave MacQueen übers Kreuz und fiel in Ungnade. Im nächsten direkten Duell zwischen den Bullen und Dornbirn am Dienstag im Volksgarten wird Aquino voraussichtlich noch nicht mit von der Partie sein.