Auf direktem Weg zum Heimerfolg

20.11.2015 • 20:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Donnerstag schien noch die Sonne beim Training, v. l.: Schilling, Barrera, Prokopic, Ngwat-Mahop, Zwischenbrugger, Roth und Seeger. Hartinger
Am Donnerstag schien noch die Sonne beim Training, v. l.: Schilling, Barrera, Prokopic, Ngwat-Mahop, Zwischenbrugger, Roth und Seeger. Hartinger

Altach kennt das Rezept gegen Wolfsberg, muss aber Kapitän Netzer vorgeben.

Altach. Der von Altach angestrebte fünfte Heimerfolg in dieser Saison könnte für den Verlauf des Herbstdurchganges durchaus eine vorentscheidende Rolle spielen. Denn mit Ried gegen Grödig sowie Altach gegen Wolfsberg (Samstag, 18.30 Uhr) trifft das Quartett in direkten Duellen aufeinander, das in der Tabelle die Plätze sieben bis zehn belegt. Einer Tatsache, der sich auch Trainer Damir Canadi nicht entziehen kann. „Natürlich wissen wir um die Tabellensituation“, spricht es der 45-Jährige offen an. Dies allerdings ändere nichts daran, dass man vordergründig die eigenen Ziele im Auge behält. Allein deshalb sind gegen Wolfsberg drei Punkte eingeplant.

Das Rezept dafür hat Canadi seinen Schützlingen in dieser Woche in den Trainingseinheiten „implantiert“. Den Ball schnell zirkulieren lassen, viel Laufarbeit und so den Zweikämpfen so gut es geht aus dem Weg gehen – denn: „Wolfsberg verfügt über eine sehr robuste Mannschaft. Sie investiert viel in das Spiel, vor allem auch Körpereinsatz.“ Dieser Stärke der Kärntner will der Altacher Coach mit spielerischen Mitteln entgegenwirken. „Es wäre von Vorteil, wenn wir unsere Bälle klar spielen.“ Dazu gehört für ihn aber auch, dass seine Spieler auf Provokationen vorbereitet sind und auch dementsprechend besonnen reagieren.

Reagieren muss der Altacher Coach auch in personeller Hinsicht. Denn mit Philipp Netzer muss er kurzfristig auf seinen Kapitän verzichten. Der 30-jährige Mittelfeldspieler unterzog sich am Freitag einer MR-Untersuchung. Danach soll endgültig Klarheit bezüglich seiner Verletzung bestehen. Passiert ist das Missgeschick am Mittwoch, als er mit seinem rechten Fuß im Training einen Schuss von Dominik Hofbauer blockte und sich dabei verdrehte. Schmerzen in der Kniekehle zwangen Netzer dann dazu, das Training am Donnerstag abzubrechen. Das rechte Knie, wo er bereits einen Seitenbandeinriss hatte, reagierte zu heftig. Netzer selbst rechnet nicht mit einer schweren Verletzung und hofft auf seine Rückkehr in der kommenden Woche.

Eine Chance für andere

Für Canadi sind die Ausfälle im Herbst schon fast „Programm“. Nach zweieinhalb Jahren fast ohne gröbere Ausfälle, sieht er sich in dieser Saison immer wieder zu verletzungsbedingten Umstellungen gezwungen. Was für ihn zwar nicht das große Problem („Ich bilde ja den gesamten Kader aus“) darstellt, aber vor allem im täglichen Trainingsbetrieb spürbar ist. „Da fehlen dir nicht einfach nur die Spieler, da fehlt dir auch ein Stück Qualität“, sagt der Wiener. Gerade in der Vorsaison habe man gesehen, wie sich die Spieler gegenseitig gepuscht hätten.

Andererseits ist er auch überzeugt davon, dass es für manch einen Spieler eine große Chance darstellt. Diesen Eindruck vermittelt auch die Mannschaft, in der der Optimismus vor dem Heimspiel zu spüren ist. „Wir wissen um die Wichtigkeit der Partie, aber deshalb ist der Druck nicht größer“, bringt es Benedikt Zech auf den Punkt.

Natürlich wissen wir Bescheid um unsere Tabellensituation.

Damir Canadi