Gandler denkt über Rücktritt nach

Sport / 20.11.2015 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Markus Gandler: Die Zukunft ist offen. Foto: APA
Markus Gandler: Die Zukunft ist offen. Foto: APA

Die Dopingdiskussion um die Langläufer machen dem Rennsport­direktor zu schaffen.

Ski nordisch. Eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt der Langläufer sieht sich ÖSV-Spartenchef Markus Gandler neuerlich mit Dopingschlagzeilen konfrontiert. Diesmal hat der Skiverband durch die Suspendierung des unter Verdacht stehenden Harald Wurm aber selbst dafür gesorgt.

Die immer wiederkehrende Beschäftigung mit dem leidigen Thema Doping veranlasst Gandler, auch über das mögliche Ende seiner ÖSV-Tätigkeit im Frühjahr nachzudenken. „Ich werde im Laufe der Saison entscheiden, ob ich noch weitermache“, sagte Gandler zur Austria Presse Agentur. Das bedeute aber keinesfalls, dass er nicht mehr mit vollem Engagement bei der Sache sei. In seinen langfristigen Überlegungen spiele die optimale Vorbereitung der Athleten auf die Heim-WM 2019 eine große Rolle, so Gandler.

Die ausgesprochene Suspendierung von Wurm war für Gandler, der auch schon bei früheren Dopingfällen in der ÖSV-Führungsriege tätig gewesen war, unausweichlich. „Es bestand Handlungsbedarf, da muss man nicht diskutieren“, kommentierte er den Schritt.

Bedenken bleiben

Der vorläufige Ausschluss Wurms war nach der Einsicht in die Ermittlungsakten der Polizei über einen mutmaßlichen Verstoß des Tirolers gegen das Anti-Doping Gesetz erfolgt. Der ÖSV geht davon aus, dass Wurm „mit einem Dopingverfahren zu rechnen hat“. Im Ermittlungsakt Wurm kommt auch Gerald Heigl vor. Der beim Dopingfall von Johannes Dürr 2014 auch amtierende Herrencheftrainer stellte sein Amt deshalb von sich aus und vorübergehend ruhend. Im Fall von Heigl geht Gandler aufgrund von „vagen“ Andeutungen in den Ermittlungsakten von einer recht schnellen Klärung zugunsten des Trainers aus. „Aber irgendetwas bleibt in der Öffentlichkeit trotzdem immer hängen“, gab Gandler auch im Hinblick auf seine eigene Person zu bedenken.