Kaiser attackiert DFB-Spitze

Sport / 20.11.2015 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beckenbauer redet in der WM-Affäre, Zurückhaltung beim Deutschen Fußball-Bund.

Köln. Der Kaiser attackiert: Franz Beckenbauer hat in der Affäre um die Vergabe der Fußball-WM 2006 erstmals öffentlich Stellung bezogen und die derzeitige Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) scharf angegriffen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung warf Beckenbauer den DFB-Interimspräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch vor, sie hätten via Fernsehen ein von ihm angebotenes Gespräch über die Vorwürfe in Zusammenhang mit der WM-Vergabe abgelehnt. „Was ist denn das für ein Niveau“, klagte der 70-Jährige. „Wenn man sich so lange kennt und dann kommt keine Reaktion, und du bekommst alles nur im Fernsehen mitgeteilt: Ja, wo samma denn?“

Rauball und Koch reagierten zurückhaltend. „Ich habe den Brief beantwortet und an die Stelle geschickt, von der ich den Brief bekommen habe“, sagte Rauball nach der DFB-Präsidiumssitzung. „Ich habe geschrieben, dass wir uns freuen und mit einem Terminvorschlag auf ihn zukommen werden. Das war am 11. November.

Die DFB-Führung hatte Beckenbauer als Präsidenten des WM-Organisationskomitees 2006 wegen des von ihm unterschriebenen Vertragsentwurfs mit dem früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner öffentlich scharf gerügt.