„Trotz der Ausfälle sind unsere Chancen intakt“

20.11.2015 • 21:09 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Michael Knauth feierte 2004, damals allerdings im Bregenz-Trikot, im EHF-Cup zwei Siege (31:30 und 23:20) gegen den SKA Minsk.  Foto: gepa
Michael Knauth feierte 2004, damals allerdings im Bregenz-Trikot, im EHF-Cup zwei Siege (31:30 und 23:20) gegen den SKA Minsk. Foto: gepa

Alpla HC Hard empfängt im Europacup-Hinspiel heute (20 Uhr) den SKA Minsk.

Hard. „Die Soldaten marschieren in Hard ein“ – mit dem Sportklub der Armee (SKA) Minsk gastiert heute ab 20 Uhr einer der erfolgreichsten Handballvereine der ehemaligen Sowjetunion in der Sporthalle am See. 1987, 1989 und 1990 holte sich der SKA den Europacup der Landesmeister, dem Vorgänger der heutigen Champions League, 1983 und 1988 holte Minsk den Europacup der Cupsieger und vor drei Jahren den Challenge-Cup. Mit der politischen Wende zerfiel aber die Ausnahmemannschaft und nach dem zehnten Landesmeistertitel in Serie 2002 musste man die nationale Vorherrschaft an Brest abgeben. Mit sechs Europacupsiegen ist der SKA Minsk hinter dem FC Barcelona (14) und dem VfL Gummersbach (11) der dritterfolgreichste Verein Europas.

Vom Glanz der früheren Tage ging aber einiges verloren. Die zwischen 19 und 26 Jahre alten Spieler sind zwar noch immer Armeeangehörige, doch Stars wie früher Juri Schewzov, Michail Jakimowitsch oder Aleksandr Tutschkin stehen nicht mehr im Kader. „Sie sind ganz sicher keine Übermannschaft, aber es hätte von der Papierform her auch leichtere Gegner gegeben bei der Auslosung“, betont Hard-Coach Markus Burger nach dem Studium der Videos der Partien zwischen Minsk und Volendam, die die Weißrussen mit einem Gesamtskore von 64:57 für sich entschieden haben.

Die Chancen, im dritten Anlauf den Einzug in die Gruppenphase der letzten 16 Teams zu schaffen, beziffert Burger mit 50:50. „Wenn wir in stärkster Besetzung antreten könnten, hätte dieses Verhältnis sicher besser ausgesehen. Doch das wäre auch keine Garantie für ein Weiterkommen gewesen“, betont der Hard-Trainer fokussiert.

Schlinger muss passen

„Besonders die Ausfälle von Roland Schlinger und Marko Tanaskovic tun uns richtig weh“, erklärt Burger. Während Letzterer nach der Adduktoren-Operation zumindest noch bis Februar nicht zur Verfügung steht, muss Schlinger wegen der anhaltenden Probleme am Oberschenkel passen. „Damit stehen uns die beiden etatmäßigen Rückraumschützen nicht zur Verfügung. Doch in den letzten Jahren haben wir gelernt, mit solchen Rückschlägen zu leben. Jetzt müssen wir eben noch enger zusammenrücken und mit Kampf und Leidenschaft dieses Manko ausgleichen“, erklärt Burger und erwähnt, dass der Gegner auch nicht komplett ist und ohne Linkshänder im Rückraum auskommen muss.

Unterstützung der Fans

Um sich eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel am 29. November (16 Uhr MEZ) zu schaffen, erhoffen sich die Roten Teufel auch die Unterstützung der Fans. „Aufgrund der personellen Ressourcen stehen wir etwas mit dem Rücken zur Wand. Gerade in solchen Situationen ist es enorm wichtig, dass uns die Fans bedingungslos von der ersten Sekunde an nach vorne peitschen“, richtet Hard-Routinier Michael Knauth einen Appell an die Fans.

Wir sind von der Papierform her leichter Außenseiter, aber auf keinen Fall chancenlos.

Markus Burger

Handball

EHF Cup der Männer 2015/16 Internet: www.eurohandball.com

3. Runde, Hinspiel

Alpla HC Hard – SKA Minsk (BLR) heute, 20 Uhr

Sporthalle am See, SR Pandzic/Mosorinski (SRB)

SKA Minsk (BLR) – Alpla HC Hard Sonntag, 29. 11., 16 Uhr (MEZ)

Chizhovka Arena, SR Krkacev/Kolevski (MKD)

Die weiteren Begegnungen Hinspiel Rückspiel

Pfadi Winterthur (SUI) – KS Pulawy (POL) 22. 11., 16.00 28. 11., 18.00

Ystad IF (SWE) – Tatabanya KC (HUN) 21. 11., 14.30 29. 11., 15.00

RK Maribor (SLO) – Dinamo Bucuresti (ROM) 21. 11., 19.30 29. 11., 18.00

RK Velenje (SLO) – Team Tvis Holstebro (DEN) 22. 11., 17.00 29. 11., 13.00

Aalborg Handbold (DEN) – TSV St. Otmar St. Gallen(SUI) 21. 11., 15.00 28. 11., 17.00

Hubo Initia Hasselt (BEL) – Anaitasuna Pamplona (ESP) 21. 11., 20.15 29. 11., 12.30

RK Banja Luka (BIH) – OCI Limburg Lions (NED) 21. 11., 20.15 28. 11., 19.30

Talent Plzen (CZE) – Bjerringbro-Silkeborg (DEN) 22. 11., 10.30 29. 11., 16.00

RK Nexe Nasice (CRO) – HBC Nantes (FRA) 21. 11., 19.00 28. 11., 19.00

Füchse Berlin (GER) – Chambery Savoie Handball (FRA) 21. 11., 16.00 28. 11., 20.00

Górnik Zabrze (POL) – FrischAuf Göppingen (GER) 21. 11., 18.00 25. 11., 19.30

CSM Bucuresti (ROM) – BM Cangas (ESP) 22. 11., 12.30 29. 11., 19.00

SC Magdeburg (GER) – Csurgói KK (HUN) 22. 11., 17.00 28. 11., 18.00

Haukar Hafnarfjordur (ISL) – St. Raphael var Handball (FRA) 22. 11., 18.00 29. 11., 16.00

BM Granollers (ESP) – OIF Arendal (NOR) 22. 11., 19.15 29. 11., 18.00

Erklärung: Die 16 Sieger qualifzieren sind für die Gruppenphase (vier Vierergruppen, Hin- und Rückspiel), die vom 13. Februar bis 27. März ausgetragen wird.