Eintrag in die Rekordbücher

Sport / 22.11.2015 • 21:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit Fortdauer der Partie wurden auch die Duelle um den Ball intensiver. Im Bild Altachs Dominik Hofbauer gegen WAC-Stürmer Silvio. Apa/Stiplovsek
Mit Fortdauer der Partie wurden auch die Duelle um den Ball intensiver. Im Bild Altachs Dominik Hofbauer gegen WAC-Stürmer Silvio. Apa/Stiplovsek

Viel Ballbesitz, viel Aufwand – so holte Cashpoint Altach drei Punkte ins Trockene.

Altach. Der Weg war kein direkter, am Ende aber waren die drei Punkte für den Cashpoint SCR Altach im Trockenen. Personell hatte Trainer Damir Canadi gegenüber dem letzten Spiel drei Wechsel vorgenommen. Zwei bedingt durch Ausfälle, der dritte betraf die Hereinnahme von Toptorjäger Hannes Aigner. „Eine Bauchentscheidung“, wie der Coach nach dem Match verriet. Eigentlich hatte er gar nicht mit dem 34-Jährigen gerechnet, doch nach einem kurzen Gespräch am Spieltag war klar: Aigner beginnt von Anfang an. „Er ist auch nicht unbedingt der Typ, der von der Bank voll durchstartet. Deshalb war mir lieber, er beißt eine Stunde durch“, sagte Canadi. Der Tiroler aber biss nicht nur 90 Minuten durch, Aigner wurde auch zum Matchwinner für die Altacher – und so ganz nebenbei noch Rekordtorschütze der Rheindörfler. „Jedes Tor ist wichtig“, meinte Aigner, der in Abwesenheit von Philipp Netzer die Mannschaft als Kapitän auf das Feld führte. „Ich freue mich für die Mannschaft und besonders für Patrick“, fügte der in seiner Bescheidenheit hinzu.

Es war aber der Torinstinkt des Routiniers, der Altach in der Druckphase nach der Pause den verdienten zweiten Treffer sicherte. Aigner, der weder sich noch seinen Gegenspieler schont, hatte sich ideal gelöst, war in die Hereingabe von Ismael Tajouri (21) gesprintet und hatte den Ball ins lange Eck gelenkt (78.). Schon zuvor hatte das Duo Tajouri/Aigner mit einer gelungenen Aktion aufgezeigt, dass ein Treffer in der Luft liegen könnte. Doch WAC-Schlussmann Christian Dobnik hatte das Leder nach Direktabnahme von Aigner noch zur Ecke drehen können (66.). Nach Tajouris zweiter Vorlage, nach einem gewonnenen Zweikampf gegen Thomas Zündel, war für Dobnik nichts mehr zu halten.

Mehr Offensive gefragt

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Altacher für den Sieg abliefern mussten. Die Kärntner waren der erwartet schwere Gegner, den es nicht nur zu bekämpfen, sondern auch zu bespielen galt. 61 Prozent Ballbesitz sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache und zeigen auch zahlenmäßig die Umstellung der Spielweise. Die Fünferkette in der Abwehr, in der Vorsaison von Canadi als Defensivwaffe gegen Topteams wie Salzburg oder Rapid geboren, hat sich nämlich auch in diesem Jahr bewährt. Allerdings in einer weit offensiveren Gangart, mit einem neuen Außendecker Patrick Salomon und gegen Wolfsberg mit Benedikt Zech als nunmehr drittem zentralen Abwehrspieler. Viel Ballbesitz und das Spiel über die Außen forcieren, lautet die Devise. Bestens praktiziert bei beiden Treffern der Altacher. Weil aber Mittelfeldmann Boris Prokopic sich sehr oft weit zurückfallen ließ, fiel der Druck auf das gegnerische Tor anfangs ein wenig zaghaft aus. Das änderte sich aber nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich, der nach einer Fehlentscheidung fiel (47.).

Wolfsberg? Wirkte zwar engagiert und durchaus ambitioniert, so wirklich gefährlich werden konnten die Gäste dem Neo-Teamtorhüter Andreas Lukse aber nicht.

Für mich war es eine absolute Bauchentscheidung.

Damir Canadi
Matchwinner Hannes Aigner gegen Michael Sollbauer. Foto: APA/Stiplovsek
Matchwinner Hannes Aigner gegen Michael Sollbauer. Foto: APA/Stiplovsek

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach Wolfsberger AC

13 Schüsse gesamt 10

 6 Schüsse auf das Tor 3

61 % Ballbesitz 39 %

 1 Ecken 6

14 Flanken aus dem Spiel 9

17 Freistöße 14

 3 Abseits 5

 0 Handspiele 1

14 Fouls* 18

Legende: * exklusive Handspiel