Ernüchternde Lektion für den Meister

22.11.2015 • 19:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hard-Spielmacher Gerald Zeiner zog sich eine schmerzhafte Handverletzung zu. Deshalb ist sein Einsatz am Mittwoch im Derby fraglich. Foto: gepa
Hard-Spielmacher Gerald Zeiner zog sich eine schmerzhafte Handverletzung zu. Deshalb ist sein Einsatz am Mittwoch im Derby fraglich. Foto: gepa

Alpla HC Hard mit 23:33-Heimniederlage im Europacup-Hinspiel gegen SKA Minsk.

Hard. (VN-jd) Die Harder Handballer, Österreichs letzter im Europacup verbliebener Klub, mussten eine bittere Lektion einstecken. Im Hinspiel der dritten Runde des EHF-Cup mussten sich die Roten Teufel vom Bodensee vor eigenem Publikum gegen den weißrussischen Vizemeister SKA Minsk klar mit 23:33 geschlagen geben. Damit scheint der dritte Anlauf auf das Erreichen der Gruppenphase bereits vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag beschlossene Sache.

Die großgewachsenen und technisch solide ausgebildeten „Soldaten“ des Sportklubs der Armee (SKA) ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen und kauften dem ersatzgeschwächten Gastgeber bereits in der ersten Halbzeit die Schneid ab. In der Abwehr packten sie kompromisslos zu und im Angriff führte die schnörkellose, aber efffektive Spielweise dazu, dass die Harder phasenweise regelrecht „vorgeführt“ wurden. Nach dem 17:9-Zwischenstand nach 30 Minuten war früh klar, dass es an diesem Abend nicht viel zu holen geben wird für die Hausherren. Hinzu kam, dass die beiden serbischen Schiedsrichter mit einigen fragwürdigen Entscheidungen immer wieder dafür sorgten, dass Gerald Zeiner und seine Nebenleute nie wirklich in einen Rhythmus kamen.

14:16 in der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel konnten die Harder dann zwar den Spielverlauf ausgeglichen gestalten, am klaren 33:23-Gesamterfolg der Weißrussen gab es aber nichts mehr zu rütteln. Doch Markus Burger stellte sich nach der höchsten Niederlage in seiner 15. EC-Partie als Hard-Trainer schützend vor die Mannschaft: „Aufgrund der angespannten personellen Situation war vor Spielbeginn klar, dass wir klarer Außenseiter sind. Wenn dann auch noch die Schiedsrichter ihren Teil dazu beitragen, dass man nie wirklich ins Spiel kommt, ist es schwer, gegen so eine hungrige Truppe zu bestehen. Doch wir werden deshalb nicht den Kopf in den Sand stecken. Sowohl die Mannschaft als auch ich durchleben im Moment eine ganz schwierige Phase. Doch wir dürfen uns davon nicht nach unten ziehen lassen und müssen alles versuchen, damit wir schnell aus dieser Minikrise finden.“

Handball

EHF Cup der Männer 2015/16 Internet: www.eurohandball.com

3. Runde, Hinspiel

Alpla HC Hard – SKA Minsk (BLR) 23:33 (9:17)

Sporthalle am See, 1400 Zuschauer, SR Pandzic/Mosorinski (SRB)

Zweiminutenstrafen: 4 bzw. 5

Torfolge: 2:1, 3:5, 5:8, 7:10, 8:13, 9:16, 11:18, 13:21, 15:23, 16:26, 19:29, 22:31

Alpla HC Hard Doknic, Jochum, Pouget; Wurst (1), Raschle (2), Zivkovic (3), Wüstner,
Knauth (6/1), Dicker (1), Herburger (2), Weber (3), Zeiner (3), Dilys, Dudas (2)

SKA Minsk; Saldatsenka, Padasoinau; Shynkel (2), Sonchyk, Bachko (5), Khadkevich (2), Yurynok (1), Krytski, Padshyvalau, Patsykailik (7/1), Kulesh (2), Gayduchenko (2), Karalek (8), Brouka (4)

SKA Minsk (BLR) – Alpla HC Hard Sonntag, 29. 11., 16 Uhr (MEZ)

Chizhovka Arena, SR Krkacev/Kolevski (MKD)

Die weiteren Begegnungen Hinspiel Rückspiel

SC Magdeburg (GER) – Csurgói KK (HUN) 42:37 28. 11., 18.00

Der Harder Robert Weber erzielte vier Tore für Magdeburg

Pfadi Winterthur (SUI) – KS Pulawy (POL) 29:25 28. 11., 18.00

Ystad IF (SWE) – Tatabanya KC (HUN) 28:28 29. 11., 15.00

RK Maribor (SLO) – Dinamo Bucuresti (ROM) 27:26 29. 11., 18.00

RK Velenje (SLO) – Team Tvis Holstebro (DEN) 25:29 29. 11., 13.00

Aalborg Handbold (DEN) – TSV St. Otmar St. Gallen(SUI) 30:20 28. 11., 17.00

Hubo Initia Hasselt (BEL) – Anaitasuna Pamplona (ESP) 20:28 29. 11., 12.30

RK Banja Luka (BIH) – OCI Limburg Lions (NED) 29:31 28. 11., 19.30

Talent Plzen (CZE) – Bjerringbro-Silkeborg (DEN) 28:31 29. 11., 16.00

RK Nexe Nasice (CRO) – HBC Nantes (FRA) 26:26 28. 11., 19.00

Füchse Berlin (GER) – Chambery Savoie Handball (FRA) 31:31 28. 11., 20.00

Górnik Zabrze (POL) – FrischAuf Göppingen (GER) 29:39 25. 11., 19.30

CSM Bucuresti (ROM) – BM Cangas (ESP) 31:24 29. 11., 19.00

Haukar Hafnarfjordur (ISL) – St. Raphael var Handball (FRA) Nachtspiel 29. 11., 16.00

BM Granollers (ESP) – OIF Arendal (NOR) Nachtspiel 29. 11., 18.00

Erklärung: Die 16 Sieger qualifzieren sind für die Gruppenphase (vier Vierergruppen, Hin- und Rückspiel), die vom 13. Februar bis 27. März ausgetragen wird.