Novak Djokovic krönte das Tennisjahr

Sport / 22.11.2015 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum fünften Mal triumphiert Novak Djokovic beim Saisonfinale der Tennisherren. Foto: Reuters
Zum fünften Mal triumphiert Novak Djokovic beim Saisonfinale der Tennisherren. Foto: Reuters

Im World-Tour-Finale von London setzte sich der Serbe klar gegen Roger Federer durch.

London Novak Djokovic hat sein beeindruckendes Tennis-Jahr 2015 mit dem Triumph bei den ATP World Tour Finals gekrönt. Der Weltranglisten-Erste besiegte im Endspiel von London Roger Federer mit 6:3, 6:4 und gewann beim Saisonabschluss der besten acht Spieler der Saison damit zum vierten Mal in Serie. Djokovic benötigte gerade einmal 80 Minuten für seinen Erfolg.

Ein besonderes Jahr

Nachdem Federer das Match mit einem Doppelfehler beendet hatte, lief Djokovic in seine Box, um seinen Trainer Boris Becker zu umarmen. Der dreimalige Wimbledonsieger feierte seinen 48. Geburtstag und war wie sein Schützling überglücklich.„Danke an alle, die dieses Jahr so besonders gemacht haben“, sagte Djokovic in seiner Siegerrede. „Ich genieße jeden Moment auf dem Platz und weiß jeden Augenblick wirklich zu schätzen, nachdem ich als Kind so sehr davon geträumt habe.“ Federer, der im vergangenen Jahr zum Endspiel gegen Djokovic verletzungsbedingt nicht hatte antreten können, zeigte sich als fairer Verlierer. „Wie so oft in diesem Jahr hat es Novak heute einfach verdient.“

Djokovic demonstrierte in der britischen Hauptstadt noch einmal, dass er derzeit der mit Abstand beste Tennisspieler der Welt ist. Der 28-Jährige gewann 2015 auch die Grand-Slam-Titel in Melbourne, Wimbledon und New York. Lediglich in Paris musste er sich im Endspiel Stanislas Wawrinka geschlagen geben. Insgesamt war es sein elfter Titel in dieser Saison. In der Bilanz steht es zwischen den beiden Ausnahmekönnern jetzt 22:22.

Zwei Millionen als Belohnung

Djokovic war im Finale von Beginn an Herr auf dem Court. Im ersten Satz nahm er Federer zum 2:1 erstmals das Service ab. Mit dem zweiten Break sicherte er sich nach 39 Minuten den ersten Durchgang. Im zweiten Abschnitt leitete Federer etwas mehr Gegenwehr und hielt die Partie bis zum 4:5 aus seiner Sicht offen. Doch als Federer dann bei seinem Aufschlag etwas wackelte, schlug der Serbe eiskalt zu. Zum Ende des Jahres nahm der große Dominator der Szene noch einmal ein Preisgeld von etwas mehr als zwei Millionen Dollar mit nach Hause.