Ostermann sorgte für Überraschung

Sport / 23.11.2015 • 19:37 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der 24-jährige Michael Ostermann auf seinem Mitsubishi-Lancer ist der neue Automobil-Cup-Sieger.  Foto: KArlSenti
Der 24-jährige Michael Ostermann auf seinem Mitsubishi-Lancer ist der neue Automobil-Cup-Sieger. Foto: KArlSenti

Langener ist der bislang jüngste Gewinner des Vorarlberger Automobil-Cups.

Scwharzach. (VN-dg) Der Internationale Vorarlberger-Drytech-Race-Automobil-Cup ist mittlerweile eine feste Institution. Der Renn-und-Rallye-Club (RRCV) unter Präsident Josef „Pepe“ Hammerer organisierte heuer bereits die 36. Saison ohne Unterbrechung. Der Cup umfasste acht Rennen: Drei Slaloms auf dem Drivingcamp-Gelände in Röthis, ein Slalom erstmals in St. Gallenkirch (Ausrichter RC Klostertal) sowie die beiden Berg-Rennslalom-Doppelveranstaltungen in Damüls und Eichenberg. Hammerer: „Den Bergslaloms, welche regelmäßig sehr viele Teilnehmer aus dem Ausland mit hoher und nachhaltiger Wertschöpfung für die Gemeinden (Vereine, Gastronomie) an den Start bringen, gehört die Zukunft.“

Mit 106 Piloten war der Röthis-Slalom am Pfingstmontag die erfolgreichste Veranstaltung, gefolgt vom Bergslalom Eichenberg mit 98 Fahrern. Mit Deutschen, Schweizern und Italienern hat der Cup längst einen internationalen Hauch bekommen. Den Ton angegeben hat heuer aber überraschend ein junger Langener: Michael Ostermann schaffte in der Klasse V+2000 sechs Klassensiege und holte sich, nach Abzug von zwei Streichresultaten, mit dem Punktemaximum von 600 Zählern den Gesamtsieg. Der 24-jährige Kfz-Meister ist mit seinem selbst aufgebauten Mitsubishi-Lancer-Evo-VIII damit der jüngste Cup-Sieger der Geschichte (bisheriger „Jüngling“ war der Feldkircher Pascal Mathis 2012 mit 25 Jahren). Nur um einen Punkt geschlagen geben musste sich der Vorjahreschampion Patrik Nickel mit seinem Gerent-Opel-Kadett. Auf dem dritten Rang folgte mit Dani Buser (Subaru Impreza) der erste Eidgenosse. Als Gesamtvierter folgte mit Koni Tarnutzer aus Graubünden der nächste Schweizer vor dem Sulzer Christian Breuss, welcher mit seinem Renault R5-GT-Turbo in der Klasse der historischen Autos regelmäßig punktete. Mit Norbert Sieber auf seinem Mini-Cooper folgte als Sechster wieder ein Schweizer vor dem Lingenauer Lukas Gmeiner auf seinem Citroen-Saxo, der auch die neu geschaffene Rookie-of-the-Year-Trophäe in Empfang nehmen durfte.

Motorsport

Die wichtigsten Erfolge der Vorarlberger Automobilsportler 2015 nach Platzierungen

1. Plätze

Kurt Adam (Wolfurt) OSK-Rallyepokal, Division P3, Seat Ibiza Gti

Christoph Hold (Lauterach) Tiroler Kartmeisterschaft, DAI-Trophy, KZ2-Schalter, Maranello-Kart

Michael Ostermann (Langen) Vorarlberger Drytech-Race-Automobil-Cup, Mitsubishi Lancer Evo VIII

Mario Scheibenstock (Bludenz) Tiroler Automobilslalom-Cup, Citroen Saxo

Marco Schöbel (Höchst) Rallye-Sichtung “Racing-Rookie-2015”, Ford Fiesta ST Sport+

2. Plätze

Kiano Blum (Fußach) Tiroler Kartmeisterschaft., DAI-Trophy, Bambini, Maranello-Kart

Patrik Nickel (Koblach) Vorarlberger Drytech-Race-Cup, Gerent Opel Kadett C

Sascha Sonderegger (Hard) Tiroler Kart-Meisterschaft, DAI-Trophy, KZ+35, Praga-Kart

3. Platz

Jorden Dolischka (Hohenems) Kart-Hungarian-Open-Championship, Klasse Mini, MS-Kart

4. Plätze

Thomas Ladler (Fußach) Autocross-3-Nationen-Cup, Spezial-Cross 2WD bis 2l, Fast & Speed VW

Thomas Mätzler (Lustenau) Tiroler Kart-Meisterschaft, DAI-Trophy, KZ+35, CRG-TM

6. Plätze

Jorden Dolischka(Hohenems) Kart-Central-Eastern-European-Meisterschaft, Klasse Mini, MS-Kart

Orlando Pircher (Alberschwende) Tiroler Kart-Meisterschaft, DAI-Trophy, KZ+35, Praga-Kart

Wolfgang Stoß (Nenzing) Tiroler Automobilslalom-Cup, Lotus Elise MK1

8. Plätze

Willi Sutter (Bildstein) Autocross-3-Nationen-Cup, Spezialcross-Buggy 1600 ccm, EB-Hayabusa

Patrick Moosmann (Göfis) Autocross-3-Nationen-Cup, Serien-TW1600 ccm, Mazda 323

9. Platz

Mathias Freuis (Albers.) Autocross-3-Nationen-Cup, Spezialcross-Buggy bis 1600 ccm, EB Peters

13. Platz

Mario Tomasini (Wolfurt) Deutsche Kart-Rotax-Max-Challenge, Klasse Mini, Praga-Kart

18. Platz

Timo Scheider (Lochau) Deutsche Tourenwagen Masters (DTM), Audi RS 5 DTM

Weiters:

Christoph Lampert (Feldkirch) Klassensiege bei den SM-Bergrennen Reitnau, Oberhallau und Gurnigel, als Österreicher für die

Schweizer-Bergmeisterschaft nicht gewertet, TracKing

Christian Klien (Hohenems) Ein Einsatz Sportwagen-WM (WEC), LMP1, Lotus-CLM-AER,

Zwei Gast-Einsätze in der Renault-Sport-RS01-Trophy, jedoch als nicht eingeschriebener Pilot für das Gesamtklassemen nicht gewertet

Splitter vom Motorsport-Galaabend

Gästeschar. Im Rahmen des Varieté am Bodensee im Haus der Messe in Dornbirn konnten Moderator Thomas Stöby, der für seine Verdienste als Streckensprecher und „Mädchen für alles“ ausgezeichnet wurde, und die nimmermüden Capos vom Fachverband für Fahrsicherheit und Motorsport, Josef Hammerer und Erich Scheiblauer, über 350 illustre Gäste begrüßen.

Stargast. Stargast des Abends war Ex-F-2-Pilot, Teamchef (Horag-Racing) und Fahrzeug­ingenieur Markus Hotz aus der Ostschweiz. Der 74-jährige Tausendsassa, für den u. a. Motorrad-Weltmeister Johnny Cecotto oder Seitenwagenweltmeister Rolf Biland fuhren, zeigte sich beeindruckt über den professionell veranstalteten „PS-Galaabend“ und präsentierte sein jüngstes Projekt. Hotz will mit dem britischen Zenos-E10S-Leichtbau-Sportwagen einen eigenen Markenpokal aufbauen.

Rücktritt. Den Rücktritt von seiner aktiven Karriere verkündete Hans Paulitsch. Der Langener Kfz-Meister machte sich vor allem im deutschen KW-Bergcup einen Namen. Motorsport wird aber im Hause Paulitsch weiter betrieben: Automobil-Cup-Gewinner Michael Ostermann ist der Sohn von Hans.

Zweirad. Geehrt wurden die Seitenwagen-Piloten Weiss/Schneider und Bitsche/Bertschi von MCCM-Feldkirch-Obmann Othmar Walser. MCC-Möggers-Obmann Gregor Wucher will alles unternehmen, um 2017 wieder einen Seitenwagen-WM-Lauf ins Ländle zu holen. Viel Applaus erntete der erst 17-jährige Jan Mohr aus Hohenems, der sich dem Motorrad-Straßenrennsport verschrieben hat, als einziger Österreicher im ADAC-Junior-Cup startete. Mohr: „Ich will unbedingt meine große Leidenschaft zum Beruf machen.“