DFB droht in WM-Affäre eine hohe Nachzahlung

Sport / 27.11.2015 • 21:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Laut Medienberichten bis zu 25 Millionen Euro möglich.

frankfurt. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) drohen in der WM-Affäre Steuer- und Zinsnachzahlungen von bis zu 25 Millionen Euro. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag) unter Berufung auf interne Berechnungen der entsprechenden Behörden. Zu dieser Summe kann es aber nur kommen, wenn dem DFB für das Jahr 2006 nachträglich die Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen Steuervorteile entzogen werden. Der Verband wollte sich nicht dazu äußern. Wie die „SZ“ weiter berichtet, rechnet man beim DFB nur mit einer Nachzahlung von rund 3,5 Millionen Euro, weil die Steuer­erklärung für das Jahr 2006 nicht korrekt war.

Ominöse Dreyfus-Millionen

Die steuerrechtliche Aufarbeitung des WM-Skandals dreht sich um die Rücküberweisung der ominösen Dreyfus-Millionen im Jahr 2005. Der frühere Adidas-Chef hatte zunächst im Auftrag der deutschen WM-Macher einen Betrag von zehn Millionen Schweizer Franken (9,2 Mill. Euro) an den Weltverband FIFA gezahlt. Ein Jahr vor der WM im eigenen Land überwies das Organisationskomitee (OK) die inklusive Zinsen umgerechnet 6,7 Millionen Euro dann über ein FIFA-Konto an den Franzosen zurück.

Diese 6,7 Millionen wurden offiziell in der Abschlussbilanz der WM 2006 verbucht – allerdings falsch deklariert als deutscher Beitrag zu einer WM-Gala, die später nie stattfand. Aus diesem Grund ermittelt die Staatsanwaltschaft seit Wochen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.