Ländle-Quartett ist im Finale

Sport / 11.12.2015 • 20:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sophia Ganahl (l.) und Christine Holzer feierten Weltcup-Premiere, Susi Moll (r.) fährt ihr letztes Rennen.
Sophia Ganahl (l.) und Christine Holzer feierten Weltcup-Premiere, Susi Moll (r.) fährt ihr letztes Rennen.

Moll, Schairer, Alessandro und Michael Hämmerle starten heute beim SBX-Weltcup.

Schruns. Heute messen sich die besten 32 Herren bzw. 16 schnellsten Damen der gestrigen Qualifikation am Hochjoch im Finale des Snowboardcross-Weltcups. Vier der sieben Lokalmatadoren haben sich einen Startplatz gesichert. Markus Schairer aus St. Gallenkirch überzeugte auf seiner Heimstrecke mit dem vierten Rang. Sein Rückstand auf den Tagesschnellsten Stian Sivertzen (Nor) betrug 76 Hundertstel. Damit war der Montafoner der beste Österreicher: „Es ist so gelaufen wie erhofft. Man musste alles exakt treffen, um keine Zeit zu verlieren. Mit dem Qualifikationslauf sind wir sehr zufrieden und heute wollen wir wieder unser Bestes geben. Es gilt nur Vollgas“, betonte der Weltmeister von 2009. „Viele Helfer von Talschaftsvereinen und der Skiclub stehen am Berg. Wir wollen mit einem guten Resultat etwas zurückgeben. Hoffentlich läuft es so wie vor zwei Jahren.“ meinte Schairer. 2013 konnte er einen Sieg beim Heim-Weltcup feiern.

Alessandro Hämmerle folgte als zweitbester Österreicher auf Rang sieben. Er lag 97 Hundertstel hinter dem Schnellsten. „Die Bedingungen waren perfekt, es ist gut gelaufen. Daheim will man ja immer besonders Gas geben“, erklärte der Gaschurner. Sein Bruder Michael belegte den 28. Rang (+1:67 Sek.) und nimmt damit heute ebenfalls an der Entscheidung teil.

Moll fuhr in die Top Ten

Susanne Moll, gehandicapd durch eine im Training erlittene Knöchelverletzung, zeigte viel Kämpfergeist. Die Andelsbucherin fuhr auf den zehnten Rang. Ihr Rückstand auf die Tageschnellste, Lindsey Jacobellis (USA), betrug 2:14 Sekunden. Ihren Fuß hat die 28-Jährige mit Tape und Schaumstoff fixiert. „Es war der beste Lauf in den letzten Tagen. Allerdings war ich so nervös, dass ich gar nicht darauf geachtet habe, ob es schmerzt oder nicht“, gibt sie zu. Vor Kurzem hat sie ihr Karriereende angekündigt, heute will sie versuchen, ihren letzten Weltcupauftritt zu genießen.

„Viele Freunde und Bekannte kommen mit dem Fanclub aus der Parzelle Heimgarten in Andelsbuch, wo ich wohne, auf das Hochjoch. Ich freue mich sehr darauf und bin erleichtert, dass ich es ins Finale geschafft habe.“

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum schaute sich die Qualifikation live vor Ort an: „Ich bin ein Vorarlberg-Fan und vom Event mit der Verbindung Skicross, Snowboardcross und dem tollen Rahmenprogramm begeistert. Ich hätte nicht geglaubt, dass es die Veranstalter schaffen, sich jedes Jahr zu steigern. Dazu kann ich nur gratulieren.“

Teambewerb am Sonntag

Am Sonntag ab elf Uhr stehen zum Abschluss des SBX-Weltcups die Teambewerbe auf dem Programm. Aus österreichischer Sicht sind mit Markus Schairer/Alessandro Hämmerle sowie Julian Lüftner/Hanno Douschan und Susi Moll/Maria Ramberger drei Teams am Start.

Es ist den Veranstaltern gelungen, sich jedes Jahr zu steigern.

hans pum
Markus Schairer zeigte beim Heim-Weltcup am Hochjoch in Schruns als Viertplatzierter und schnellster Österreicher in der Qualifikation auf. Fotos: Philipp steurer
Markus Schairer zeigte beim Heim-Weltcup am Hochjoch in Schruns als Viertplatzierter und schnellster Österreicher in der Qualifikation auf. Fotos: Philipp steurer
Die Brüder Michael, Alessandro und Luca Hämmerle (v. l.) starteten erstmals gemeinsam im Weltcup.
Die Brüder Michael, Alessandro und Luca Hämmerle (v. l.) starteten erstmals gemeinsam im Weltcup.