Ein Sieg, sonst werden die Bulldogs überflügelt

Sport / 04.01.2016 • 21:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nur vier Tore in den letzten drei Spielen: Martin Grabher Meier und Co. müssen ihre Visiere wieder besser einstellen. Foto: gepa
Nur vier Tore in den letzten drei Spielen: Martin Grabher Meier und Co. müssen ihre Visiere wieder besser einstellen. Foto: gepa

Im Rennen um einen Top-sechs-Platz fürs Play-off muss gegen Villach ein Sieg her.

Dornbirn. (VN-ko) Mit „Ham Kummst“ stürmen „Seiler Und Speer“ aktuell die Musik-Hitparde. Froh, dass sie wieder heim kommen sind auch die Cracks des Dornbirner EC. Nach drei Niederlagen in der Fremde tut der Heimvorteil besonders gut. Auch weil es heute gegen den Villacher SV – frei nach „Seiler Und Speer“ – „a schware Partie“ wird. Zum einen zählen die Draustädter nicht zu den Lieblingsgegnern: Zwei der drei Rendezvous entschieden die Kärntner in dieser Saison für sich. Und zum anderen, weil Dornbirn die Topstürmer Kyle Greentree, Matt Siddall und Verteidiger Michael Caruso nach dem Raufhandel in Znojmo ebenso wegen Sperren vorgeben muss wie Trainer Dave MacQueen.

Der Trainer als Zuschauer

Der Bulldogs-Coach darf gemäß §10 der EBEL-Grundregeln eine Stunde vor bis 30 Minuten nach dem Spiel keinen Kontakt mit der Mannschaft haben und auch keine Kommunikation – verbal, via Signale oder Handy – zu den am Spiel beteiligten Teammitgliedern aufnehmen. Die Liga-Akkreditierung ist ungültig, dem Trainer ist es auch untersagt, offizielle Stellungnahmen für den Verein abzugeben. MacQueen ist es aber erlaubt, das Spiel vom Zuschauerraum aus zu beobachten.

Weil auch Kapitän Niki Petrik immer noch verletzt ist, wird Kotrainer Peter Sidorkiewicz heute eine sehr verkürzte Bank dirigieren. Nach dem Montag-Training redete MacQueen seinem Team lange ins Gewissen, appellierte neben einigen taktischen Maßnahmen an den Kampfgeist. Und er nahm die „Secondary Player“, also die Spieler aus der zweiten Reihe, in die Verantwortung.

Villach mit neun Siegen en suite

In der Tabelle hat Villach die Bulldogs überflügelt, weist auf Rang vier vor dem Duell heute zwei Punkte Vorsprung auf. Zwei der drei Begegnungen entschieden die Adler für sich – und weisen zudem eine imposante Serie auf: Neun Siege fuhr die Truppe um die Trainer Greg Holst und Markus Peintner zuletzt ein. Beim einzigen DEC-Saisonerfolg (3:2) in der ersten Runde auf Villacher Eis standen neben Jamie Arniel die heute gesperrten Greentree und Siddall als Torschützen Pate. Zuletzt setzte sich aber der VSV gegen Dornbirn 5:3 und 4:2 durch.

Die Bulldogs stehen unter Siegzwang, sonst droht in der Rangliste der Abschied aus den Top sechs. Die Vienna Capitals und Bozen sind auf Tuchfühlung, könnten Martin Grabher Meier und seine Kollegen überflügeln. Was für Dornbirn spricht: Auch die anderen Mannschaften zwischen den Plätzen drei und acht werden in den direkten Duellen noch Punkte liegen lassen.