Altach vergisst auf Belohnung

Sport / 01.03.2016 • 22:11 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ein weiterer bitterer Abend für eine beherzt aufspielende Altacher Mannschaft. Wolfsberg jubelt, Hannes Aigner (l.) und Andreas Lienhart können es kaum glauben. Foto: gepa
Ein weiterer bitterer Abend für eine beherzt aufspielende Altacher Mannschaft. Wolfsberg jubelt, Hannes Aigner (l.) und Andreas Lienhart können es kaum glauben. Foto: gepa

Trotz vieler Chancen kassiert man eine bittere 0:1-Niederlage gegen Wolfsberg.

Wolfsberg. Es wird schwieriger, nicht allein aufgrund des Ergebnisses, sondern vor allem durch die erneut länger gewordene Verletztenliste. Gleich acht Spieler fehlten bei der bitteren 0:1-Niederlage der Altacher in Wolfsberg. Damit rutschte die Cashpoint-Truppe in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab.

Gleich zwei Spieler erwischte es beim Abschlusstraining. Torhüter Andreas Lukse zog sich ohne Fremdeinwirkung einen zweifachen Bänderriss im Bereich des rechten Knöchels zu und auch Jan Zwischenbrugger musste aufgrund einer Knöchelverletzung zu Hause bleiben. Das Duo befand sich dabei in bester Gesellschaft, mussten doch auch Alexander Pöllhuber, César Ortiz, Boris Prokopic, Patrick Salomon, Philipp Netzer und Martin Harrer auf die Reise nach Kärnten verzichten. Hinzu kam, dass Dominik Hofbauer und Mihret Topcagic nur mit Schmerzmitteln fit gemacht werden konnten.

Starke Anfangsminuten

Die so ersatzgeschwächte Elf aus dem Ländle begann dennoch forsch und offensiv orientiert. Felix Roth kümmerte sich als Sechser um die Absicherung, davor zogen Louis-Clement Ngwat-Mahop und Co. gekonnt ein Kombinationsspiel auf. Wolfsberg wirkte ein wenig überrascht vom Offensivgeist der Altacher, allein die Chancenauswertung war einmal mehr mangelhaft. So vergab Ngwat-Mahop in der sechsten Minute freistehend am Fünfer per Kopf. Der Spielfluss aber stimmte, Altach schloss in den Anfangsminuten nahtlos an den guten Auftritt gegen die Admira an.

Erst langsam kamen die Heimischen, die unter Trainer Heimo Pfeifenberger in den Heimspielen bislang ohne Gegentreffer sind – fünf Spiele, 9:0-Tore, 13 Punkte, besser in die Partie rein. Das vor allem dank eines Mannes: Marc-Andre Schmerböck. Der 22-Jährige, der sein Debüt in der Startelf im Herbst bei der 0:2-Niederlage gegen Alt­ach gefeiert hatte, drückte in weiterer Folge der ersten Halbzeit den Stempel auf. Vorerst aber sollte der Mittelfeldspieler in SCRA-Goalie Martin Kobras seinen Meister finden. So nach 18 Minuten, als Kobras einen Schuss von Schmerböck mit den Fingerspitzen an die Querlatte lenkte und der Ball so abgewehrt werden konnte. Wenig später war das Duell dasselbe und der Altacher Schlussmann erneut Sieger (21.). Erst im dritten Versuch dann jubelte Schmerböck. Seinem Brusttor vorausgegangen war ein Ballverlust von Galvão und eine Flanke von Christoph Rabitsch, die von Lukas Jäger ungewollt auf die Brust des Wolfsbergers weitergeleitet wurde (30).

Erste Umstellungen

Zur Pause nahm SCRA-Coach Damir Canadi erste personelle Veränderungen vor. Stefan Umjenovic (20) kam zu seinem Bundesliga-Debüt und Hofbauer ersetzte Ngwat-Mahop als Mann hinter der Spitze. Die Vorarlberger versuchten weiter das Aufbauspiel der Heimischen zu stören und mit schnellem Umschalten für Gefahr im Wolfsberger Strafraum zu sorgen. Das gelang durchaus, weil auch die Balance zwischen Offensive und Defensive passte. Allein im Abschluss blieb man weiter uneffektiv. So verdribbelte sich Ismael-Tajoure nach einem Aigner-Pass, anstatt den Torschuss zu versuchen.

Mehr noch: Altach dominierte nun klar, kam zu einer wahren Eckballorgie und einer Vielzahl von Möglichkeiten. Gleich zweimal scheiterte Galvão, wobei beim zweiten Mal – nach Kopfball von Roth – auch ein Handspiel eines Wolfsbergers dabei war (68./71.).

Powerplay ohne Torerfolg

Altach spielte jetzt Powerplay und schnürte die Hausherren ein. Doch Alex Kofler rettete mit einer Glanztat gegen Roth den schmeichelhaften Sieg seiner Elf gegen ein Altach, das spielte, Druck machte, aber keine Tore schoss.

Felix Roth ist der Verzweiflung nahe. Foto: gepa
Felix Roth ist der Verzweiflung nahe. Foto: gepa

Fußball, tipico Bundesliga 2015/16

25. Spieltag

Wolfsberger AC – Cashpoint SCR Altach 1:0 (1:0)

SV Grödig – SV Ried heute

Das.Goldberg-Stadion, 18.30 Uhr, SR Hameter (NÖ) sky sport AustriA (live)

FC Admira Wacker Mödling – FK Austria Wien heute

BSFZ Arena, 18.30 Uhr, SR Eisner (ST) sky sport AustriA (live)

SK Rapid Wien – SV Grödig heute

Ernst-Happel-Stadion, 18.30 Uhr, SR Schüttengruber (OÖ) sky sport AustriA (live)

SK Sturm Graz – FC RB Salzburg heute

UPC Arena, 20.30 Uhr, SR Weinberger (W) sky sport AustriA/ORF eins (live)

Tabelle

 1. FC RB Salzburg 24 13 7 4 52:26 + 26 46

 2. SK Rapid Wien 24 14 1 8 51:30 + 21 46

 3. FK Austria Wien 24 11 6 7 38:38 +/-  0 39

 4. SK Sturm Graz 24 9 7 8 29:28 +  1 34

 5. FC Admira Wacker Mödling 24 8 10 6 30:35 –  5 34

 6. SV Mattersburg 24 8 7 9 34:44 – 10 30

 7. Wolfsberger AC 25 7 6 12 22:28 –  6 27

 8. SV Ried 24 7 6 11 27:37 – 10 27

 9. Cashpoint SCR Altach 25 8 2 15 29:38 –  9 26

10. SV Grödig 24 6 6 12 30:38 –  8 24

26. Spieltag (5./6. März 2016): FC RB Salzburg – SV Grödig (Samstag, 16 Uhr), FK Austria Wien – SV Ried, FC Admira Wacker Mödling – Wolfsberger AC, SV Mattersburg – SK Sturm Graz (alle Samstag, 18.30 Uhr), Cashpoint SCR Altach – SK Rapid Wien (Sonntag, 16.30 Uhr)