Bregenz setzt auf Ruhe und Kogler

Sport / 01.04.2016 • 22:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
SW-Trainer Hans Kogler ist aufgrund der bisherigen Frühjahrsergebnisse gehörig unter Druck geraten. Foto: Steurer
SW-Trainer Hans Kogler ist aufgrund der bisherigen Frühjahrsergebnisse gehörig unter Druck geraten. Foto: Steurer

Vorstand sprach dem Trainer vor Heimspiel gegen Schwaz das
Vertrauen aus.

Bregenz. Nur ein Punkt zu Hause gegen Reichenau, zuletzt zwei Niederlagen auswärts, erst einen Treffer erzielt in 270 Frühjahrsminuten und nun der Rücktritt von Kotrainer Christian Tschofen – bei SW Bregenz wird derzeit heiß diskutiert. Dem Traditionsklub vom Bodensee droht nach dem Westliga-Aufstieg der sofortige Abstieg. Klar, dass der Druck auf Trainer Hans Kogler wächst. Doch nun hat der Vorstand ein Machtwort gesprochen und dem Coach, der seit zwei Jahren auf der Bank sitzt und einst auch als kämpfte für die Schwarz-Weißen spielte, das Vertrauen ausgesprochen. „Wir wollen vor allem Ruhe haben und haben uns deshalb klar für Hans Kogler ausgesprochen“, sagte Präsident Werner Reichart vor dem heutigen Heimspiel (16 Uhr) gegen Schwaz.

Kogler weiß um die Brisanz

Der SW-Boss wollte zwar zugleich nicht verhehlen, dass man sich nach den Verpflichtungen in der Winterübertrittszeit mehr erwartet hätte, aber: „Ich bin mir sicher, dass Mannschaft und Trainer die Kurve kriegen und sich aus der schwierigen Lage befreien.“ Auch Kogler weiß um die Brisanz der Situation, und dass von ihm und seiner Mannschaft gegen Schwaz drei Punkte erwartet werden. „Wir müssen uns selbst aus dem Dreck ziehen. So gesehen ist Schwaz eine gute Gelegenheit, die Kurve zu kriegen“, sagt Kogler mit Blickrichtung auf das zweite Heimspiel in diesem Jahr. Er selbst sei weit davon entfernt, Ausreden zu suchen, vielmehr sei er sich der Schwere der Aufgabe bewusst – zumal: „Leider hat das Selbstvertrauen der Spieler aufgrund der letzten Ergebnisse gelitten. Wir brauchen deshalb dringend ein Erfolgserlebnis.“ Und da scheint Schwaz im Moment wirklich der richtige Gegner zu sein, warten danach auf die Bodenseestädter doch mit Wattens (auswärts) und Anif (heim) die beiden Topmannschaften der Liga.

Kogler weiß das Vertrauen des Vorstandes zu schätzen, zugleich ist er sich bewusst, dass angesichts eines FünfPunkte-Rückstandes auf den 15. Platz noch viel Arbeit wartet. Zumal der Liga auch vier Absteiger drohen könnten.

Unterschiedliche Aufgaben

Reisen müssen heute zwei Vorarlberger Klubs, wobei die zu lösenden Aufgaben recht unterschiedlicher Natur sind. So ist der FC Dornbirn bei Nachzügler Kitzbühel klarer Favorit, während auf die Amateure aus Altach beim Tabellenfünften aus Seekirchen eine deutlich schwierigere Aufgabe wartet. Zumal bei den Rheindörflern mit Mathias Bachstein, Martin Schwärzler (beide gesperrt) sowie Danijel Gasovic (Adduktoren) gleich drei Spieler ausfallen und Trainer Werner Grabherr wohl ohne Akteur aus dem Profikader auskommen muss.

Dornbirn hingegen will die Drucksituation in Kitzbühl – der Klub plagen akute Abstiegssorgen – ausnützen, frech aufspielen, die Offensive suchen und drei Punkte mitnehmen. „Wir wollen die Chance nützen“, sagte auch Trainer Peter Jakubec, der bis auf den verletzten Florian Prirsch alle Spieler zur Verfügung hat.

Wir haben die Chance, uns selbst aus dem Dreck zu ziehen.

Hans Kogler