Rio mit Bolt gegen Zika

Sport / 02.06.2016 • 22:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Report beim IOC: Für OK-Präsident Carlos Nuzman laufen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nach Plan. Foto: ap
Report beim IOC: Für OK-Präsident Carlos Nuzman laufen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nach Plan. Foto: ap

Neuer Optimismus bei den Olympia-Organisatoren gut zwei Monate vor dem Start.

Lausanne. Rückendeckung von Usain Bolt und anderen Superstars im Kampf gegen die Zika-Gefahr, ein deutlicher Anstieg beim Ticket-verkauf: Gut zwei Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Rio (5. bis 21. August) verbreiten die Olympia-Macher nach vielen Rückschlägen neue Zuversicht und versprechen erfolgreiche Spiele.

Gesundheit nicht in Gefahr

„Wir danken Sport-Ikonen wie Usain Bolt, Rafael Nadal oder Neymar, dass sie gesagt haben, sie hätten keine Probleme mit Zika“, sagte OK-Chef Carlos Nuzman, nachdem er das Exekutiv-Komitee des IOC vom Stand der Vorbereitungen unterrichtet hatte. „Wir wissen, dass wir das Problem erklären müssen. Aber es gibt keine öffentliche Gefahr für Sportler und Touristen durch Zika.“

Nuzman wollte nicht bestreiten, dass das Virus, das von der Aedes-Mücke übertragen wird, bei schwangeren Frauen zu Missbildungen beim Fötus führen kann. „Hier gehen wir davon aus, dass sich die Frauen schützen“, sagte der OK-Chef. Zudem würde das Aufkommen der Mücken in den Monaten Juni bis September deutlich zurückgehen.

Auch der Ticketverkauf sei nach dem schwachen Umsatzstart in den letzten Wochen angewachsen. 67 Prozent der Eintrittskarten seien bereits verkauft worden. Sämtliche Wettkampfstätten bis auf das Velodrom sind fertiggestellt. Doch auch da sei ein Ende der Bauphase in Sicht. „Wir gehen davon aus, dass es Ende Juni die ersten Testfahrten geben wird“, sagte Nuzman.

Kuwait bleibt gesperrt

Gut aufgenommen wurden die jüngsten Dopingmaßnahmen des IOC. Das Etat für Pretests im Vorfeld von Wettkämpfen wurde von derzeit 250.000 auf 500.000 US-Dollar erhöht. Zudem sollen Nachtests auf alle Medaillengewinner der Sommerspiele 2008 und 2012 ausgeweitet werden.

Als Bewerberstädte für die Sommerspiele 2024 bleiben Los Angeles, Paris, Rom und Budapest im Kandidatenrennen. Kuwait hat im Streit nicht eingelenkt und bleibt bis zum 27. Oktober suspendiert. „Das IOC wäre glücklich, wenn Kuwait an den Verhandlungstisch zurückkehren würde“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams.