Ivona Dadic liegt auf Medaillenkurs

Sport / 08.07.2016 • 22:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Starker erster Tag bei der EM in Amsterdam: Ivona Dadic. Foto: gepa
Starker erster Tag bei der EM in Amsterdam: Ivona Dadic. Foto: gepa

Siebenkämpferin ist bei der EM in Richtung Rekord und Olympialimit unterwegs.

amsterdam. Mit einem starken Tag und dem sensationellen dritten Zwischenrang hat Siebenkämpferin Ivona Dadic bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam den Grundstein für einen neuen österreichischen Rekord und die Olympia-Norm von 6200 Punkten gelegt. Die 22-Jährige hält nach vier Disziplinen bei 3715 Zählern, Verena Preiner ist Elfte, es führt die Niederländerin Anouk Vetter.

Bei ihrem jüngten ÖR im Mai beim Hypomeeting in Götzis mit 6196 Punkten war Dadic am ersten Tag auf die Leistungen von 13,94, 1,74, 13,60 und 24,26 und 3613 Punkte gekommen – dies übertrumpfte sie jetzt in allen Fällen. Mit 13,83 Sekunden über 100 m Hürden und der Saisonbestleistung von 1,77 m im Hochsprung gelang ihr ein optimaler Start in den Wettkampf. Auch ein – allerdings einer Konkurrentin zugeschriebener – Fehlstart brachte sie nicht aus der Ruhe. „Ich dachte ich, aber angeblich Bahn vier. Aber einmal darf es passieren“, meinte Dadic.

Auch die kühlen Temperaturen und der zeitweise Regen machten ihr nichts aus. „Im Gegensatz zu Ratingen ist das ein Traumwetter.“ Da hatte sie den Mehrkampf abgebrochen, weil die Olympia-Norm nicht mehr erreichbar war. Beim Kugelstoßen am frühen Abend schien dann sogar die Sonne. „Ich muss jetzt konzentriert bleiben, motiviert bleiben, meine Leistungen abrufen“, hatte sie sich viel vorgenommen – und hielt sich auch daran.

„Das wird spannend“

Im dritten Versuch stieß sie die Kugel auf 14,10 m, überbot damit ihre bisherige persönliche Bestleistung gleich um 48 Zentimeter. Mit der Saisonbestleistung von 24,11 Sekunden über 200 m katapultierte sie sich schließlich auf den dritten Zwischenrang hinter Vetter (3882) und der französischen Titelverteidigerin Antoinette Nana Djimou (3786). „102 Punkte mehr als in Götzis, das hört sich gut an. Aber wie man weiß, ist der zweite Tag sehr, sehr wichtig für mich. Ich muss einfach schauen, gute Leistungen abrufen zu können. Das wird noch spannend.“

Bemerkenswert: Stabhochsprung-Olympiasieger Renaud Lavillenie riss dreimal seine Einstiegshöhe von 5,75 m. Und Churandy Martina verpasste das Titel-Double, weil er über 200 Meter wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert wurde.

Leichtathletik

23. EM in Amsterdam

» Frauen, 400 m: 1. Libania Grenot (ITA) 50,73 Sek., 2. Floria Guei (FRA) 51,21, 3. Anyika Onuora (GBR) 51,47. Hammerwurf: 1. Anita Wlodarczyk (POL) 78,14 m, 2. Betty Heidler (GER) 75,77 , 3. Hanna Skydan (AZB) 73,83. Weitsprung: 1. Ivana Spanovic (SRB) 6,94 m, 2. Jazmin Sawyers (GBR) 6,86, 3. Malaika Mihambo (GER) 6,65. 100 m (-0,2 m/s): 1. Dafne Schippers (NED) 10,90 Sek., 2. Iwet Lalowa-Collio (BUL) 11,20, 3. Mujinga Kambundji (SUI) 11,25. Diskus: 1. Sandra Perkovic (CRO) 69,97 m, 2. Julia Fischer (GER) 65,77, 3. Shanice Craft (GER) 63,89. Siebenkampf, nach vier Disziplinen: 1. Anouk Vetter (NED) 3882 Punkte (100 m Hü13,29; Hoch/1,74; Kugel/15,69; 200 m/23,89), 2. Antoinette Nana Djimou (FRA) 3786 (13,26/1,71/16,17/24,92), 3. Ivona Dadic (AUT) 3715 (13,83/1,77/14,10/24,11), 11. Verena Preiner (AUT) 3535 (13,94/1,71/13,51/24,64)

» Männer, 200 m: 1. Bruno Hortelano (ESP) 20,45, 2. Ramil Guliyev (TUR) 20,51, 3. Daniel Talbot (GBR) 20,56. 400 m: 1. Martyn Rooney (GBR) 45,29 Sek, 2. Pavel Maslak (CZE) 45,36, 3. Liemarvin Bonevacia (NED) 45,41. 400 m Hürden: 1. Yasmani Copello (TUR) 48,98 Sek., 2. Sergio Fernandez (ESP) 49,06, 3. Kariem Hussein (SUI) 49,10. Stabhochsprung: 1. Robert Sobera (POL) 5,60 m, 2. Jan Kudlicka (CZE) 5,60.