Austria hoch gehandelt

Sport / 19.07.2016 • 23:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein gut gelaunter Austria-Coach Lassaad Chabbi (Mitte) mit den Trainerkollegen Oliver Glasner (LASK/l.) und Thomas Letsch (Liefering). Foto: gepa
Ein gut gelaunter Austria-Coach Lassaad Chabbi (Mitte) mit den Trainerkollegen Oliver Glasner (LASK/l.) und Thomas Letsch (Liefering). Foto: gepa

Erste-Liga-Klubs LASK, Innsbruck und Horn haben den Aufstieg als Ziel ausgegeben.

wien. Die Erste Liga startet am Freitag mit großem Gedränge an der Spitze in die Saison. Obwohl in der Saison 2017/18 aufgrund der Fußball-Bundesliga-Reform mehr als ein Verein aufsteigen darf, mangelt es auch heuer nicht an Aufstiegsaspiranten. Bei der Auftaktpressekonferenz der zweithöchsten Spielklasse sprachen gleich drei Vereine das Ziel Aufstieg direkt aus.

Der LASK, Wacker Innsbruck und Aufsteiger SV Horn sind die selbst ernannten Titelanwärter. Für die Liga selbst steht dabei aber nicht der Titelkampf im Vordergrund. „Eines unserer Hauptziele ist, dass die Spiele auf dem grünen Rasen und nicht auf dem grünen Tisch entschieden werden“, sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer bei der Veranstaltung in Wien. „Das haben wir letzte Saison definitiv nicht erreicht. Daran müssen wir arbeiten“, meinte Ebenbauer und sprach den Konkurs von Austria Salzburg, die Lizenzverweigerung für Austria Klagenfurt und den freiwilligen Rückzug von Bundesliga-Absteiger Grödig an. Im Hinblick auf die Bundesliga-Reform hofft Ebenbauer, der den beruflich verhinderten Erste-Liga-Vorsitzenden Erwin Fuchs vertrat, in den nächsten Monaten zu einer Einigung mit dem ÖFB und den Landesverbänden über die Auf- und Abstiegsregelung zu kommen. 50 Prozent seien mit dem Bundesliga-Beschluss für die Reform bereits geschafft.

Horn schwer einzuschätzen

Die größte Unbekannte unter den Aufstiegsaspiranten ist Aufsteiger SV Horn. Der niederösterreichische Club mit japanischer Unterstützung aus dem Umfeld von AC-Milan-Star Keisuke Honda träumt langfristig von der Champions League. In dieser Saison soll der Titel in der Erste Liga her. „Wir versuchen, dass wir in allen Spielen so viele Punkte wie möglich holen können. Wir hoffen, dass wir um den Aufstieg kämpfen können“, sagte Trainer Masanori Hamayoshi. Er wolle sein Team aggressiv und offensiv spielen lassen, so der Japaner.

Von Experten hoch gehandelt wird neben den Aufstiegsapiranten auch Austria Lustenau, das mit Trainer Lassaad Chabbi auf Kontinuität setzt. Der 54-Jährige möchte von der Favoritenrolle allerdings nichts wissen. „Wir wollen einfach gut Fußball spielen. Wie hätte Rudi Carrell gesagt: Lass dich überraschen“, sagte Chabbi. Sein Team empfängt im ersten Topspiel der Saison den LASK zum ersten Treffen zweier möglicher Titelaspiranten.

Wie hätte Rudi Carrell gesagt: Lass dich überraschen.

Lassaad Chabbi