Den Europacup als Reminiszenz

19.07.2016 • 19:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Harder Neuzugänge (v. l.): Domagoj Surac, Coach Petr Hrachovec und Thomas Hurich. Foto: Privat
Die Harder Neuzugänge (v. l.): Domagoj Surac, Coach Petr Hrachovec und Thomas Hurich. Foto: Privat

Harder Handballer im Europacup gegen Limburg Lions. Bregenz wartet auf Zusage für Austragung.

Schwarzach. (VN-jd) Die anstehende Teilnahme am Handball-Europacup weckt bei Vorarlberger Topteams gleich in mehrfacher Hinsicht Erinnerungen an vergangene Zeiten. HLA-Vizemeister Bregenz erhielt zwar das ­Erstrecht für die Austragung des Qualifikationsturniers am 3./4. September in der eigenen Halle. Da die Festspielstädter aber die von der Europäischen Handball Föderation (EHF) vorgeschriebene TV-Übertragung (Kostenpunkt rund 30.000 Euro) nicht erfüllen können, fehlt noch die definitive Zusage aus der EHF-Zentrale in Wien. Bregenz-Geschäftsführer Christoph Makovic: „In der Vergangenheit war es nicht so, dass vonseiten der EHF beim Qualifikationsturnier die TV-Übertragung ohne Wenn und Aber eingefordert wurde. Natürlich sind sie bestrebt, dass man den Anforderungskatalog lückenlos erfüllt. Aber vor zwei Jahren hat die EHF in Hard auch ein Auge zugedrückt und der von uns angebotene Livestream im Internet war ausreichend. Ich bin absolut guter Dinge, dass wir bis Ende der Woche die schriftliche Zusage erhalten werden.“ Doch dies alleine ist nicht die einzige „Baustelle“, die Makovec vor dem Halbfinalduell gegen den belgischen Meister Achilles Bocholt zu meistern hat. Da bei der gestrigen Auslosung des EHF-Cups Lokalrivale Alpla HC Hard den niederländischen Titelträger OCI Lions Limburg zugelost bekam und im Hinspiel (3. September) Heimvorteil hat, kommt es wie 2014, diesmal aber mit umgekehrten Vorzeichen, zu einer Terminüberschneidung. Damals richteten die Roten Teufel vom Bodensee das Qualifikationsturnier zur Königsklasse aus, und zeitgleich duellierte sich das Team aus der Landeshauptstadt zwei Mal vor eigenem Publikum mit dem litauischen Vertreter Klaipeda im EHF-Cup.

Bekannte Gegner

Die 14. Saison auf der europäischen Bühne wird aber auch durch den Gegner zu einem Rückblick auf vergangene Tage. Die OCI Lions, das Fusionsteam der Region Limburg, spielten letzte Saison in derselben Qualifikationsgruppe wie Hard. Zum direkten Duell kam es aber nicht: Während die Equipe aus der Bodenseegemeinde das Halbfinale gegen Gastgeber Banja Luka mit 35:33 gewann, verloren die Niederländer gegen Elverum mit 30:35. Die Norweger zogen mit einem 28:25 über Hard im Finale in die Gruppenphase ein, und die Lions belegten nach einem 33:29 über Banja Luka hinter Hard Rang drei.

Im anschließenden EHF-Cup machten es die Lions dann besser: Während Hard gegen SKA Minsk mit einem Gesamtskore von 46:68 (23:33/h bzw. 23:35/a) ausschied, zogen die Lions mit einem 58:52-Gesamtskore, abermals gegen Banja Luka, in die Gruppenphase ein. Dort blieb man aber gegen Nantes, Göppingen und Holestbro ohne Punktgewinn.

Sollten die Roten Teufel vom Bodensee die erste Runde erfolgreich überstehen, würde man in der zweiten EHF-Cup-Runde (8. bis 16. November) abermals auf den Sportclub der Armee der weißrussischen Hauptstadt treffen. „So weit nach vorne denken wir noch nicht. Vorerst gilt die ganze Konzentration der keinesfalls einfachen Aufgabe gegen die Lions“, betonen Neo-Hard-Trainer Petr Hrachovec und Sportchef Thomas Huemer unisono.

Ich bin absolut guter Dinge, dass wir bis Ende der Woche die schriftliche Zusage erhalten werden.

Christoph Makovec