Schößwendter mit Tor in der Rapid-„Kathedrale“

24.07.2016 • 20:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christoph Schößwendter jubelt nach seinem Treffer. Foto: gepa
Christoph Schößwendter jubelt nach seinem Treffer. Foto: gepa

Ex-Altacher gelang das erste Pflichtspieltor der Hütteldorfer im neuen Allianz-Stadion.

Wien. Zwei Saisonen lang hatte er für den SCR Altach gespielt, ehe ihn der Weg über die Admira wieder zum SK Rapid führte. Die Rede ist von Christoph Schößwendter, dem neuen Abwehrchef der Hütteldorfer. Gleich bei der Liga-Premiere im neuen Stadion gelang dem 28-jährigen Salzburger dabei das erste Pflichtspieltor in der neuen Rapid-„Kathedrale“. „Es war überwältigend, ich habe mich irrsinnig gefreut“, meinte Schößwendter nach seinem Kopfballtor nach einem Freist0ß von Ex-Ried-Spieler Thomas Murg. Dass die Führung aus einem Standard resultierte, war kein Zufall. „Wir wissen, dass das eine Waffe ist“, betonte der Ex-Altacher. „Auf Standards haben wir definitv das Hauptaugenmerk gelegt“, verriet auch Trainer Mike Büskens mit Verweis auf die Analyse der vergangenen Saison, in der bekanntlich die Effizienz das größte Problem des Vizemeisters war. „Ein Standard kann bei einem kompakten Gegner der Türöffner sein“, erläuterte der Rapid-Coach.

Büskens blieb trotz des 5:0-Sieges am Boden. „Das ist ein gutes Ergebnis für die Rapid-Familie, aber das war nur ein Spiel von 36. Das sind die Fakten, und das ist bei Ried nicht anders“, meinte der Deutsche staubtrocken.

Drohung der Rapid-Ultras

Überschattet wurde der Heimsieg von Rapid von einer Drohung der Ultras. Die Anhänger-Gruppierung der Hütteldorfer drohte dem im Sommer vom FAC verpflichteten Stürmer Maximilian Entrup wegen dessen Austria-Vergangenheit Mitte der zweiten Halbzeit offen mit folgendem Transparent: „M. Entrup – die grüne Hölle wird für dich zum Inferno!“ Entrup, der heute 19 Jahre alt wird, spielte drei Jahre lang für die Austria-Jugend, bevor er im Spätsommer 2012 nach Floridsdorf gewechselt war. Der U-19-Teamspieler soll auch Mitglied im Austria-Fanklub Inferno gewesen sein, darauf nahmen die Ultras offenbar Bezug mit ihrem Transparent. Während sich von offizieller Rapid-Seite niemand zu den Vorkommnissen im Westblock äußerte, nahm Torhüter Richard Strebinger via Facebook Stellung. „Was mich wie auch meine Mitspieler heute etwas schockiert hat, war, wie unser Mitspieler Maxi Entrup von den eigenen Fans attackiert wurde. Bei allem Verständnis für euren Ärger . . . Maxi haut sich seit seinem ersten Tag bei uns in jedem Training rein, wodurch er sich auch die Kadernominierung verdient hat“, schrieb Strebinger und zeigte sich schockiert.

Die Rapid-Fans aus dem Westblock sorgten mit einem Transparent wieder einmal für einen handfesten Eklat.
Die Rapid-Fans aus dem Westblock sorgten mit einem Transparent wieder einmal für einen handfesten Eklat.