Keine Schonung vor Olympia

26.07.2016 • 19:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Endstation in der Runde zwei der Qualifikation: Valerie Teufl und Bianca Zass verpassten in Klagenfurt den Aufstieg in den Hauptbewerb Foto: APA
Endstation in der Runde zwei der Qualifikation: Valerie Teufl und Bianca Zass verpassten in Klagenfurt den Aufstieg in den Hauptbewerb Foto: APA

Doppler und Horst hoffen in Klagenfurt auf ein gute Rio-Generalprobe.

Klagenfurt. Wie in Olympia-Jahren gewohnt, wird am Wörthersee die Generalprobe im Beach-Volleyball für die Turniere im Zeichen der fünf Ringe gespielt. Diesmal ist der Klagenfurter World-Tour-Event erstmals Teil der Major-Serie. Die Lokalmatadore Clemens Doppler/Alexander Horst und Alexander Huber/Robin Seidl werden unmittelbar danach zu den Spielen in Rio de Janeiro abheben. Nicht alle Topteams kommen nach Kärnten.

Ein letzter Gradmesser

So lassen Olympia-Teilnehmer aus den USA und Brasilien den Fixpunkt im Tour-Kalender aus, die Besetzung ist dennoch sehenswert und damit ein guter letzter Gradmesser vor dem Saison-Höhepunkt. 20 Herren-Paare der Top 30 der Weltrangliste sind unter der Gegnerschaft. Bei den Damen sind es 18. Österreichs Toppaare wollen den heimischen Jahres-Höhepunkt auch deswegen keineswegs zu einem Vorbereitungsturnier für Olympia herabstufen.

Im Gegenteil, ein möglichst gutes Abschneiden würde für die Copacabana Motivation und Selbstvertrauen bringen. Horst schätzt die Bedeutung des Turniers sogar noch höher ein. „Für mich ist Klagenfurt immer das Wichtigste, eines der wichtigsten Turniere im Jahr“, erklärte der Wiener. „Das ist der Grund, warum ich Beach-Volleyball spiele. Ich würde nicht nach Klagenfurt gehen und denken, ich schone mich dort, weil nachher ist Olympia. Das gibt’s bei mir nicht.“

Doppler und Horst haben wie auch Huber/Seidl seit der Olympia-Einkleidung Mitte Juli einige sportliche Tests absolviert, das Quartett hat zudem in der vergangenen Woche gemeinsame Trainingseinheiten eingestreut. Von den insgesamt sechs gegnerischen Olympia-Duos haben nur Josh Binstock/Sam Schachter für Klagenfurt genannt. Auf die Kanadier treffen Doppler/Horst bei Olympia zum Gruppen-Showdown in der Nacht auf 11. August zur „Geisterstunde“. Doppler/Horst haben ihren Abflug für die Nacht von Sonntag auf Montag geplant, Huber/Seidl fliegen am Montag. Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel müssen hingegen daheimbleiben, mit dem Olympia-Ticket hat es äußerst knapp nicht geklappt. Klagenfurt avancierte für die beiden damit zum unumschränkten Glanzpunkt im Jahreskalender. Hansel war dort schon zweimal im Semifinale, Schwaiger hat u.a. mit Schwester Doris den EM-Titel 2013 vorzuweisen.

Hansel hört auf

„Mit Klagenfurt verbinde ich sehr schöne Momente, super Ballwechsel, spannende Spiele und die geilste Stimmung der Welt“, schwärmte Schwaiger. „Für mich ist es eine Ehre, für Österreich hier an den Start gehen zu dürfen.“ Die 29-Jährige tritt zum 13. Mal in Kärntens Landeshauptstadt an, Hansel sogar schon zum 14. Mal – und auch zum letzten Mal: „Nach der Saison werde ich meine Karriere beenden“, sagte die Salzburgerin.