Olympia-Chance für ein Kanutrio

26.07.2016 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Muss vor dem Rio-Start zum Arzt: Viktoria Schwarz. Foto: gepa
Muss vor dem Rio-Start zum Arzt: Viktoria Schwarz. Foto: gepa

Das Russland-Reinemachen bringt weitere drei ÖOC-Damen nach Rio de Janeiro.

rio de Janeiro. Die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) den Fachverbänden zugeschobene Verantwortung, über den Start von russischen Athleten in Rio de Janeiro zu befinden, hat drei weiteren ÖOC-Sportlerinnen die Teilnahme an den Sommerspielen beschert. Die Flachwasser-Kanutinnen Yvonne Schuring im Kajak-Einer und Viktoria Schwarz/Ana Roxana Lehaci im Kajak-Zweiter erhielten frei gewordene Quotenplätze.

Weil der Kanu-Weltverband fünf russische Athleten in Folge des Dopingskandals suspendierte, wurden Quotenplätze neu verteilt. Das Österreichische Olympische Komitee beschloss in Absprache mit dem nationalen Kanuverband, die zwei angebotenen Plätze anzunehmen. „Es war immer unsere Linie, Quotenplätze, die Österreich aufgrund von Dopingsperren zugesprochen werden, zu akzeptieren. Dieser Linie bleiben wir treu“, wurde ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel in einer Aussendung zitiert.

Team wächst auf 71

Österreichs Olympiateam für Rio hat sich damit von 68 auf 71 Teilnehmer vergrößert. Die Rio-Equipe ist damit die größte Österreichs seit 2004 in Athen, als 74 Aktive nominiert waren. 2008 in Peking und 2012 in London waren es je 70. 68 Teilnehmer hätten das kleinste Team seit 40 Jahren bedeutet, als 1976 in Montreal 64 mit dabei waren.

Schwarz, die sich aus privaten Gründen derzeit in São Paulo befindet, muss sich allerdings in Rio noch einer sportmedizinischen Untersuchung durch ÖOC-Chefarzt Alfred Engel unterziehen. Sie war Ende Mai beim Schlafwandeln vom Balkon sieben Meter in die Tiefe gestürzt, hatte sich die linke Schulter, die Nase und ein Fersenbein gebrochen, zuletzt aber bereits wieder im Boot trainiert.