Endlich wieder im Rennmodus

Sport / 27.07.2016 • 20:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christian Klien steuert in Spa diesen Jaguar XK GT3 vom Emil-Frey-Racing-Team.  Foto: frey racing
Christian Klien steuert in Spa diesen Jaguar XK GT3 vom Emil-Frey-Racing-Team. Foto: frey racing

Nach neun rennlosen Monaten ist Christian Klien wieder im Wettbewerbseinsatz.

Spa. Mitte Oktober 2015 bestritt Christian Klien für das Kärntner Zele-Racing-Team in Jerez die Finalrennen zur Renault-Sport-RS01-Trophy. Seither war der 33-jährige Hohenemser nicht mehr im Renneinsatz. Am Wochenende schlüpft er nun für das schweizerische Emil-Frey-Racing-Team beim Saisonhöhepunkt des Blancpain-GT-Series-Endurance-Cup, dem 24-Stunden-Rennen von Spa, endlich wieder in den Rennoverall. Beim „Total 24 Hours of Spa“, so der offizielle Titel des Rennens, finden sich die besten GT3-Teams aus Europa ein. Die Ursprünge des Rennens reichen bis ins Jahr 1924 zurück, seit 1964 wird es regelmäßig ausgetragen und heute ist es weltweit das Langstrecken-Rennen mit den meisten GT3-Rennwagen. Heuer haben sich 65 Rennwagen von elf Marken auf der Traumstrecke in den belgischen Ardennen angemeldet. Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Ferrari, Jaguar, Lamborghini, McLaren, Mercedes-Benz, Nissan und Porsche kämpfen um den prestigeträchtigen Gesamtsieg. „Das ist deshalb eine großartige Herausforderung“, sagt Klien zu dem bevorstehenden Klassiker. Sein neues Team bringt in Spa erstmals zwei Jaguar XK an den Start. Für Emil-Frey-Racing ergibt sich dadurch die doppelte Chance auf eine Zielankunft.

Dampfhammer mit 550 PS

In der GT-PRO-Klasse trifft man auf 28 direkte Konkurrenten. Als einzige GT-3-Rennwagen im Feld sind die britischen „Raubkatzen“ nicht direkt vom Hersteller, sondern von Frey-Racing – einem reinen Privatteam – weiterentwickelt worden. Offizielle Angaben über die Leistung des V8-Jaguar-Rennmotors, der von der bekannten Motorenschmiede Ilmor überarbeitet wurde, gibt es nicht. Die Leistung wird aber wohl bei über 550 PS liegen. Mit der Startnummer 14 nimmt das eingespielte Stammtrio mit Teamchef Lorenz Frey (Sui), Stéphane Ortelli (Mco) und Albert Costa (Esp) Platz. Im nigelnagelneuen Schwesterauto mit der Startnummer 114 wechselt sich Klien mit Markus Palttala (Fin) und Jonathan Hirschi (Sui) am Volant ab. „Ich freue mich sehr auf meinen ersten Renneinsatz seit Langem. Das Team hat die Fahrzeuge noch einmal gründlich für den härtesten Einsatz der Saison durchgecheckt und schon am Montag in Spa die Boxen bezogen“, berichtet der Hohenemser. Heute finden die ersten Trainings mit Nacht-Qualifying statt. Morgen geht es um die „Super-Pole“ (Einzelzeitfahren der Top 20 des Qualifyings), ehe dann am Samstagnachmittag um 16.30 Uhr der Rennstart erfolgt.

Klien sieht seine Chancen realistisch: „Wir dürfen noch keine Husarenstücke erwarten. Das Team ist mitten im Aufbau. Die Tests in Le Castellet waren schon recht erfolgreich, andererseits gab es noch Probleme mit der Elektronik zu lösen. Es wird sicher keine leichte Aufgabe sein, unsere beiden Autos ins Ziel zu bringen, zumal auch das Mechaniker- und Ingenieurs-Personal aufgestockt wurde und zum ersten Mal gemeinsam im Rennstress zusammenarbeiten muss.“

Klien vor der berüchtigten Senke von Eau Rouge.  Foto: privat
Klien vor der berüchtigten Senke von Eau Rouge. Foto: privat