24 Stunden auf der Lieblingspiste

Sport / 29.07.2016 • 21:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die beiden Jaguars von Frey-Racing im Qualifying-Paarlauf: vorne Christian Klien vor dem Schwesterauto.  Foto: Frey
Die beiden Jaguars von Frey-Racing im Qualifying-Paarlauf: vorne Christian Klien vor dem Schwesterauto. Foto: Frey

Crew mit Christian Klien startet von Platz 39 in den GT3-Klassiker von Spa.

Spa. Was Le Mans für die Sportprototypen, ist Spa für die seriennäheren GT3-Sportwagen – ein Marathon zwei Mal rund um die Uhr, an dem die besten GT-Teams und -Fahrer der Welt teilnehmen. Bei der 68. Austragung des Klassikers in den belgischen Ardennen ist auch Klien mit von der Partie. Der Ex-F-1-Pilot bestreitet mit einem komplett neu aufgebauten Jaguar XK sein erstes Rennen für das Emil-Frey-Racing-Team aus Safenwil in der Ostschweiz. Der Hohenemser konnte vorher das Auto bei Testfahrten des Teams in Le Castellet nur kurz testen und sich an die „Raubkatze“ gewöhnen. Für Spa wurde in den Jaguar-GT3 eine neue Elektronik eingebaut, die sehr gut funktionierte. Dafür tauchten im Training Probleme an der Hinterachse auf. Für die Mechaniker gab es viel Arbeit. In der absoluten Rundenzeit fehlten noch knappe zwei Sekunden auf die Spitze. Im 65-Wagen-Feld klassierten sich die Frey-Jaguars im kombinierten Zeitraining – bestehend aus einem Qualifying bei Tageslicht und einem Nacht-Qualifying – auf den Plätzen 37 und 39, wobei die Crew mit Teamchef Lorenz Frey/Stéphane Ortelli/Albert Costa um 37 Tausendstelsekunden schneller war als die Klien-Mannschaft mit Jonathan Hirschi und Markus Palttala, der die Bestzeit mit 2:20,410 Minuten (179,57 km/h Schnitt) herausfuhr.

Große Leistungsdichte

Schnellster war der Neuseeländer Shane van Gisbergen in einem McLaren 650 S vom Team „Garage 59“ knapp vor Maxi Götz in einem Mercedes-AMG von HTP-Motorsport. Die Frey-Jaguars qualifizierten sich somit nicht für die gestrige „Super-Pole“, wo die 20 Schnellsten des kombinierten Qualifyings die endgültigen Startplätze eins bis 20 ausfuhren. Die Leistungsdichte war allerdings erstaunlich: Die ersten 24 GT3-Sportwagen lagen innerhalb von einer Sekunde, weitere 17 Fahrzeuge, darunter auch beide Frey-Jaguars, folgten in der nächsten Sekunde, und dies auf einem sieben Kilometer langen GP-Kurs. Teamchef Frey: „Unsere beiden Autos waren praktisch gleich schnell, was aufzeigt, dass fahrerisch nicht mehr ging.“

Klien zeigte sich zufrieden: „Mercedes und Audi fahren mit extrem scharfen Geschützen auf. Wichtig ist, dass sich unser Auto bisher sehr standfest zeigte. Die Startposition ist bei einem 24-h-Rennen sekundär. Das Rennen ist lang, da kann viel passieren, und außerdem ist Spa sowieso eine meiner absoluten Lieblings-Rennstrecken.“