Eine starke zweite Hälfte bringt Sieg für Grün-Weiß

29.07.2016 • 21:22 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Horner Oliver Pranjic und Philip Petermann gegen Julian Wießmeier und Jodel Doussou (von links). Foto: gepa
Die Horner Oliver Pranjic und Philip Petermann gegen Julian Wießmeier und Jodel Doussou (von links). Foto: gepa

Austria Lustenau zeigt gegen Horn nach 0:1
zur Pause viel Moral und gewinnt 2:1.

Lustenau. Heimspiel Nummer zwei für die Austria brachte den heiß ersehnten Sieg in der noch jungen Meisterschaft. Gegen den sehr tief stehenden Aufsteiger Horn bedurfte es nach dem Wechsel einer Steigerung aller Beteiligten, um nach einem Rückstand am Ende das bessere Ende für sich zu haben.

0:1 schockt die Hausherren

Erwartungsgemäß ohne überraschende Veränderungen im Vergleich zum letzten Spiel lief die Chabbi-Truppe auf. Lediglich Valentin Grubeck musste auf der Bank Platz nehmen. Seinen Platz im Mittelfeld nahm Ilkay Durmus ein. Der Deutsch-Türke wusste aber weder auf der linken, noch auf der rechten Seite auf die er kurzzeitig wechselte, Akzente zu setzen. Doch damit war er nicht allein im Spiel der Grün-Weißen vor der Pause. Daher war es auch keine Überraschung, dass die einzig gute Möglichkeit in der ersten halben Stunde nach einem Alleingang zustande kam. Raphael Dwamena (14.) probierte aber nicht den Abschluss, sondern versuchte ein Zuspiel, welches keinen Abnehmer fand. Die Gäste setzten aus einer dichten Abwehr heraus Nadelstiche und machten es in Minute 17 vor. Nach einer Ecke zeigten sich die Lustenauer zu wenig energisch, Lukas Denner servierte per Kopf Richtung Gehäuse, und Milan Bortel traf aus der Drehung genau in dieses. Es dauerte eine Zeit lang, bis sich die Hausherren vom Schock erholten und in der Folge noch zu zwei Chancen kamen. Eine Stückler-Direktabnahme (33.) nach Ecke von Jodel Dossou ging jedoch über das Tor, und sieben Minuten vor dem Wechsel verhinderte nach einem Haring-Kopfball die Querlatte den Ausgleich.

Marco zum Quadrat

Coach Lassaad Chabbi reagierte zur Pause, brachte Marco Krainz für Mario Bolter, und nur acht Minuten später durfte auch Debütant Marco Stark – er kam für Pius Grabher – die Partie neu beleben. Stark (57.) war es auch, der das Spielgerät erneut an die Torumrandung setzte, und nur kurz darauf fehlte Dwamena wieder die letzte Konsequenz. Diese zeigte in der 70. Minute U-19-Teamspieler Krainz, der aus 20 Metern volles Risiko nahm und den Ball zum 1:1 in die linke obere Ecke beförderte. Die Vorarbeit leisteten der starke Stark sowie Wießmeier, der im zweiten Durchgang richtig auflebte. Mit seinem Treffer zum 2:1 kurz danach konnte der Deutsche dies eindrücklich unterstreichen. Nach idealem Pass von Dossou ließ er auch Horn-Schlussmann Philip Petermann aussteigen und schoss unhaltbar ein.

Und die Niederösterreicher? Jeweils vor den Gegentreffern prüfte Tomislav Juric Austria-Keeper Christopher Knett, der in der Nachspielzeit auch einen Zatl-Kracher parierte. Für die größte Rettungstat von Knett sorgte aber Mitspieler Christoph Stückler, dessen verunglückte Rückgabe kurz nach dem 2:1 fast im eigenen Tor gelandet wäre. Ein Punktgewinn für die sehr passiven Horner wäre nicht verdient gewesen, denn auch Stark (87.) und Dwamena (90./93.) hatten weitere gute Möglichkeiten.

Stimmen

Dieses Mal haben wir an den Sieg geglaubt, nicht nur ans Nichtverlieren. Wir hatten 80:20 Ballbesitz und haben verdient gewonnen. Ich habe bewusst das Austauschkontingent sehr früh ausgeschöpft und wurde belohnt. Mit Stark und Krainz werden wir sicher noch viel Freude haben.

Lassaad Chabbi,

Trainer SC Austria Lustenau

Wir haben schon sehr früh aufgehört beim Versuch mitzuspielen. Wir haben uns zu wenig bewegt, und am Ende hat die Qualität unseres Spiels nicht gereicht, um einen Punkt aus Lusten­au mitzunehmen. Man hat gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.

Masanori Hamayoshi,

Trainer SV Horn

Als ich ins Spiel kam, war ich richtig heiß und wollte der Mannschaft helfen. Ich bin sehr froh, dass es so für uns ausgegangen ist und dass ich getroffen habe. Da habe ich volles Risiko genommen. Wir haben alle super zurückgefightet.

Marco Krainz,

Spieler SC Austria Lustenau