Freier Funk, aber kein „Halo“

31.07.2016 • 18:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Formel 1 ist der Teamfunk wieder offen. Foto: dsrs
In der Formel 1 ist der Teamfunk wieder offen. Foto: dsrs

Die Formel-1-Piloten dürfen wieder reden, den Cockpitschutz bekommen sie aber nicht.

Hockenheim. Die Strategiegruppe der Formel 1 hat bei ihrer Sitzung in Genf über vier Regeländerungen diskutiert. In Hockenheim wurde vor allem der freie Funk bereits intensiv genutzt.

Das „Radio Gaga“-Rennen von Baku, in dem Weltmeister Lewis Hamilton und Ex-Champion Kimi Räikkönen voller Ratlosigkeit über Fahrzeugeinstellungen „Mayday“ funkten, hat das restriktive Funkreglement in der Formel 1 über Nacht zu einem Zankapfel gemacht. Niemand wolle Fahrer hören, die mit den zahlreichen Knöpfen an ihrem Lenkrad überfordert sind und dennoch keine Hilfe von der Box erhalten dürfen, so der Tenor der zahlreichen Kritiker. In Hockenheim gab es beim Funk keine Limitierungen mehr, der Boxenfunk ist nur noch während der Einführungsrunde eingeschränkt, damit die Fahrer durch ihre Ingenieure keine Hilfe beim Startprozess erhalten.

Noch nicht abgesegnet, aber bereits auf den Weg gebracht, ist die Aufweichung der Interpretation der Streckenbegrenzungen. Demnach dürfen die Piloten künftig wieder mit allen vier Reifen neben der Strecke fahren, ohne automatisch eine Strafe fürchten zu müssen.

Das Safety Car soll künftig beim Start nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch hier steht allerdings das letzte Wort noch aus. Der Safety-Car-Start wurde in dieser Saison in Monaco und Silverstone bei nasser Strecke aus Sicherheitsgründen praktiziert.

Erst 2018 soll eine – allerdings noch nicht näher definierte Art – von Cockpitschutz eingeführt werden. Der Halo bleibe die bevorzugte Lösung, die Mehrheit der Piloten will schon 2017 das System einführen.