Bei Olympia ist jeder Tag ein besonderer Tag

Sport / 15.08.2016 • 21:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Möglichkeit, Olympia aus der Sicht eines normalen Besuchers einzuatmen, war eine Sache, die ich in Rio unbedingt auch erleben wollte. Aus diesem Grund habe ich für die Anreise in den Olympiapark erstmals die öffentlichen Verkehrsmittel verwendet, und ich kann sagen, es ist und bliebt auf jeden Fall ein Erlebnis. Das Anstehen unter gefühlten 10.000 Menschen auf engstem Raum in der Metro, die Fahrt in der vollgestopften U-Bahn und bis zum letzten Platz gefüllten Bus trafen nicht ganz meinen Geschmack. Klaustrophobie war bislang ein Fremdwort für mich, doch jetzt weiß ich, was es bedeutet, Platzangst zu haben. Aus diesem Grund habe ich für die Rückfahrt wieder die komfortablere Lösung im offiziellen Shuttlebus mit freier Sitzwahl und WLAN gewählt.

Die Handballpartie von Kroatien gegen Titelfavorit Frankreich hatte den netten Nebeneffekt, dass ich in der Mixedzone Kresimir Kozina traf. Der bis Oktober letzten Jahres beim Alpla HC Hard unter Vertrag stehende Spieler erzählte mit funkelnden Augen über seinen unglaublichen Aufstieg vom Roten Teufel vom Bodensee zum Profi in der deutschen Bundesliga und Olympiastarter. Zum Abschluss bat mich der sympathische Kroate, alle Freunde in Hard zu grüßen und bedankte sich für die Zeit im Ländle.

Am brasilianischen Vatertag erhielt ich bei der Stippvisite des südkoreanischen Hauses einen Einblick, was bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang zu erwarten ist. Mit einem Skisprungsimulator, einer virtuellen Bobbahn und Styropor-Schneeflocken wurde an der Copacabana Werbung den nächsten Event im Zeichen der fünf Ringe gemacht.