Boxer sorgen für einen olympischen Skandal

16.08.2016 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wassili Lewit trifft, Jewgeni Tischtschenko gewinnt. Foto: reuters
Wassili Lewit trifft, Jewgeni Tischtschenko gewinnt. Foto: reuters

Rio de JAneiro. Das olympische Boxfinale im Schwergewicht hat mit einem höchst umstrittenen Urteil geendet. Der Russe Jewgeni Tischtschenko wurde im Finale bis 91 kg als einstimmiger Punktsieger ausgerufen (3:0), obwohl er vom Kasachen Wassili Lewit über alle drei Runden dominiert wurde und in der dritten Runde nach einem Kopftreffer sogar ein Cut erlitt.

Die Entscheidung der aus Algerien, Irland und Kolumbien stammenden Punktrichter – alle drei sahen den 25-Jährigen mit 29:28 als Sieger – wurde von lauten Pfiffen und Buh-Rufen der Zuschauer begleitet. Tischtschenko wurde auch bei der Siegerehrung gnadenlos ausgepfiffen. Lewit hingegen wurde wie ein Sieger bejubelt.

Auch Reporterlegende Sigi Bergmann konnte den Ausgang nicht nachvollziehen. „Das kann nicht stimmen. Das ist ein olympischer Skandal“, meinte die 78-Jährige, der den Kampf für den ORF vor Ort kommentierte. Bereits vor dem Turnier wurde vor möglichen Manipulationen beim Boxturnier gewarnt.