Der Zehnkampf wird zum Marathon

16.08.2016 • 20:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auf Dominik Distelberger warten zwei lange Tage – der Sieg führt über Eaton.

Rio de JAneiro. Wegen eines eingeklemmten Nervs hat Dominik Distelberger den EM-Zehnkampf in Amsterdam abbrechen müssen, für den Wettkampf bei Olympia in Rio heute und morgen ist er bereit. Es wird wie bei den Siebenkämpferinnen ein Marathon, liegen die Bewerbs-Blöcke doch weit auseinander. „Pausen dazwischen hört sich gut an, aber der Tag zieht sich dann ins Unendliche“, sagte der Niederösterreicher.

Begonnen wird heute um 9.30 Uhr Ortszeit mit dem 100-m-Lauf, der letzte der 400-m-Läufe und damit der fünfte Bewerb insgesamt ist für 21.44 angesetzt. Donnerstag geht es um 09.30 mit dem Hürdensprint weiter, um 21.56 fällt im zweiten 1500-m-Lauf die Entscheidung.„Zweimal mehr als zwölf Stunden, ein paar Disziplinen sind schnell hintereinandergereiht, dann sind vier, fünf Stunden Pause bis zur nächsten. Ich bin nicht der Typ, der dazwischen wegpennt, weil er so entspannt ist. Ich habe immer Anspannung, ich kann nie ganz abschalten“, weiß Distelberger, dass „das einer meiner härtesten, wenn nicht der härteste Zehnkampf“ werden wird. Es sei wichtig, das komplette Aufwärmprogramm nicht immer durchziehen zu müssen, sondern sich immer ein bisschen zu bewegen, um damit letztlich Kräfte zu sparen.

Topfavorit auf Gold ist Ashton Eaton, der nach der WM 2011 bei jedem seiner Mehrkampf-Antreten gewonnen hat, also im Zehnkampf auch die WM-Titel 2013 und 2015 – mit dem Weltrekord von 9045 Zählern – sowie Olympia-Gold 2012 in London.