Geduldsspiel ist zu Ende

Sport / 16.08.2016 • 23:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am elften Wettkampftag der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hatte das sehnsüchtige Warten auf die erste österreichische Medaille ein Ende gefunden und die Diskussionen, ob Rio wie London zu einer OÖC-Nullnummer wird, konnten endlich ad acta gelegt werden. Die Nacra-Segler Thomas Zajac und Vorschoterin Tanja Frank haben den Bann gebrochen und mit Bronze die erste Medaille für Österreich bei den Spielen unter dem Zuckerhut holten.

Bislang war in allen Gesprächen mit ÖOC-Präsident Karl Stoss oder Sportminister Hans Peter Doskozil immer zu hören, dass wir zwar gut, aber noch nicht gut genug waren. Diesen Eindruck hatte ich besonders bei den Seglern nicht, in deren Crew mit Lukas Mähr auch ein Bregenzer tätig ist. Mit ihrem professionellen Auftreten und strukturierten Umfeld haben die Segler von der ersten Minute die These bestätigt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Als ich in der Früh zum vierten Tag in Folge ins Segelrevier in der Guanabara-Bucht gefahren bin habe ich mir gedacht: „Ich war 2000 in Sydney und vier Jahre später in Athen bei den Triumphen von Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher live dabei und hatte ein gutes Gefühl, dass es auch diesmal klappt.

Als ehemaliger Ruderer hat es mich ein klein wenig mit Stolz erfüllt, dass es wieder ein Wassersportler war, der Österreich bei den aktuellen Sommerspielen jubeln lässt. Am 15. August 2008 war es in Peking Wildwasser-Slalomkanutin Violetta Oblinger-Peters, die mit Bronze die letzte Medaille für Österreich bei geholt hatte.

Die Segler in Rio im Visier: der Blick von der Pressetribüne auf den olympischen Regattaplatz in der Guanabara-Bucht.  Foto: Privat
Die Segler in Rio im Visier: der Blick von der Pressetribüne auf den olympischen Regattaplatz in der Guanabara-Bucht. Foto: Privat