Genesungswünsche und auch Reue

Sport / 16.08.2016 • 23:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Genesungswünsche von BW Linz für Julian Wießmeier.
Genesungswünsche von BW Linz für Julian Wießmeier.

Austrias Wießmeier gestern in München an Wadenbein und Bändern operiert.

Lustenau. (VN-cha) Die Bilder vom Foul gingen auch „Sünder“ Ante Anic an die Nieren. Der BW-Linz-Spieler suchte nach der Partie gegen die Austria Lustenau den Kontakt zu Julian Wießmeier. Zu späterer Stunde trafen die beiden dann noch einmal im Linzer Stadion aufeinander – und Austrias Mittelfeldspieler nahm die Entschuldigung an. Auch via Social Media wurden dem 23-jährigen Deutschen seitens des Erste-Liga-Klubs beste Genesungswünsche ausgesprochen. Wießmeier selbst ist bereits in München an Wadenbein und Bändern operiert worden. Reue zeigte Anic, alleinerziehender Vater eines Sohnes im Volksschulalter, der bei Spielen immer dabei ist: „Ich hoffe nur, er hat das Foul nicht gesehen.“

In Lustenau wird Trainer Lassaad Chabbi seinem Spielgestalter die nötige Zeit geben, um wieder in alter Stärke auf den Platz zurückzukehren. Gedanken an eine Neuverpflichtung aufgrund des monatelangen Ausfalls von Wießmeier hat der 54-jährige Coach nicht. Vielmehr denkt er daran, das Spielsystem während der Absenz des Deutschen zu verändern. So ist es durchaus möglich, dass die Austria schon bald im 4-4-2-System aufläuft. Darauf hatte Chabbi auch schon in der Vorsaison während eines verletzungsbedingten Ausfalls von Wießmeier zurückgegriffen.

Während der Deutsche also schon operiert ist, wird sich Kapitän Christoph Stückler seine gebrochene Nase erst im Winter richten lassen.