Nicht das, was erhofft wurde

Sport / 18.08.2016 • 23:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mehr erhofft hatten sich Lara Vadlau und Jolanta Ogar im Olympischen Segelrevier, am Ende stand Platz neun.  Foto: gepa
Mehr erhofft hatten sich Lara Vadlau und Jolanta Ogar im Olympischen Segelrevier, am Ende stand Platz neun. Foto: gepa

470er-Segler nach den Olympiarängen acht und neun vor ungewisser Zukunft.

Rio de JAneiro. Für Österreich sind bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro zwei weitere Top-Ten-Plätze dazugekommen, damit hält man wie 2012 in London bei 17. Die 470er-Segler Matthias Schmid/Florian Reichstädter wurden Gesamt-Achte, Lara Vadlau/Jolanta Ogar in der gleichen Gewichtsklasse Neunte. Die Erwartungen freilich waren weit höher, wie es weitergeht, ist offen.

Vadlau/Ogar waren als einmal Erste und einmal Dritte zweimal in den zehn Wettfahrten auf dem Podest. Das Medal Race bestritt die zweifache Ex-Weltmeisterin und aktuelle WM-Dritte Vadlau mit Handverletzung, wurde Neunte. „Auf die Hand kann ich es aber nicht schieben, es tut weh, vielleicht ist es gebrochen“, sagte die Kärntner Steuerfrau, die noch keine Zeit für einen Spitalsbesuch fand. „Es war ein Muss, dass wir das heute fahren“, sagte sie zum Antreten.

Jetzt muss erst einmal alles zusammengepackt werden, dann geht es nach Hause. „Es wird sehr langsam leichter, aber lustig ist es noch immer nicht“, sagte Vadlau zum enttäuschenden Abschneiden.

Was bleibt olympisch?

Wie die Zukunft aussehen wird, machen Vadlau und Ogar davon abhängig, wie die finanziellen Förderungen aussehen werden und welche Bootsklassen 2020 in Tokio olympisch sein werden. Denn der 470er als reine Herren- und reine Damenklasse wackelt bzw. soll zur Mixed-Kategorie werden.

Das ist für das Duo keine Option, es will unbedingt zusammenbleiben, das Frauenboot 49er FX ist deshalb ein Thema. „Wir werden uns zusammensetzen, wenn die Emotion runtergegangen ist. Wir werden über alles reden. Wenn wir weitermachen, dann zusammen. Wir sind motiviert, aber sehr traurig, weil wir nicht erreicht haben, was wir wollten“, sagte Vorschoterin Ogar. „Der 49er FX ist für mich ein Thema, für Jolanta nicht so, aber ich werde sie noch überreden“, meinte Vadlau. Und Ogar nickte sogleich.

Schmid/Reichstädter hatten in den zehn Wettfahrten des Grunddurchgangs auch einen ersten, einen zweiten und einen dritten Platz angeschrieben, im Medal Race verpatzten sie den Start, landeten auf Rang sieben. „Rausgekommen ist gesamt ein einstelliges Ergebnis, es ist nicht das, was wir uns erhofft haben, aber blamieren oder schämen müssen wir uns jetzt auch nicht“, erklärte Vorschoter Reichstädter.