Jetzt wartet das Spitzenduell

22.08.2016 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Premiere für Ismael Tajouri in seinem 71. Bundesliga-Spiel. Gegen Altach erzielte er seinen ersten Kopfballtreffer. Foto: gepa
Premiere für Ismael Tajouri in seinem 71. Bundesliga-Spiel. Gegen Altach erzielte er seinen ersten Kopfballtreffer. Foto: gepa

Erste Saison-Niederlage für Cashpoint Altach kein Beinbruch, aber dafür lehrreich.

Altach. Dass mit Ismael Tajouri ausgerechnet ein Altbekannter den Altachern bei deren erster Saisonniederlage richtig weh tat, passte irgendwie in das Spiel gegen die Austria. Denn erstmals in dieser Saison agierte die Elf von Trainer Damir Canadi sehr dominant, was sich auch in der Ballbesitzquote niederschlug. Die Veilchen hingegen setzten auf Konterattacken und hatten dafür neben Tajouri noch erfolgreich Marko Kvasina (19) und Lucas Venuto (21) aufgeboten. Letzterer lieferte zwei Torvorlagen, erstmals in der Bundesliga, und der ehemalige Altacher Tajouri stach als Torschütze und Assistgeber – seine zehnte Vorlage in der Bundesliga – heraus. „Jetzt wollen wir auch am Donnerstag weiterkommen“, meinte der 22-jährige Linksfuß, der gegen Altach sein 71. Bundesliga-Spiel bestritt. Er war es auch, der den Altachern den erstmaligen Rückstand in dieser Saison zufügte, was am Ende auch zur ersten Niederlage führte.

Canadi nahm die Niederlage nüchtern auf: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich wenig vorwerfen, nur dass wir in ein paar Situationen unachtsam waren.“ Nicht zufrieden war er allerdings mit dem Verhalten bei den Gegentreffern. Da habe man den Gegner einfach zu „billig“ zum Toreschießen eingeladen.

„Schade, aber das war klar, dass das irgendwann einmal passiert“, gab sich Altach-Innenverteidiger Benedikt Zech angesichts des Verlusts der Tabellenführung ebenso als Realist wie Kapitän Philipp Netzer. „Dass wir 36 Runden als Sieger vom Platz gehen, wäre schwer vorstellbar“, meinte er nach dem Schlusspfiff. Man müsse schon unterscheiden, ob man mit einem schlechten oder guten Spiel verloren hat. Der Auftritt war definitiv ein guter, allein das Ergebnis passte nicht dazu. Das sah auch Franco Foda so. Der 50-jährige Deutsche saß auf der Tribüne und schaute sich Altach genau an. Immerhin gastieren die Rheindörfler am Samstag in Graz, wo es zum Duell mit dem Tabellenführer kommt.