Altach-Torjäger Dimitri Oberlin wird stark von Kamerun umworben

Sport / 25.08.2016 • 22:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kleine Überraschung für den Torjäger und die SCRA-Mannschaft: Eine Sachertorte mit sechs „Tor-Kerzen“ für Oberlin, Netzer und Co. Steurer
Kleine Überraschung für den Torjäger und die SCRA-Mannschaft: Eine Sachertorte mit sechs „Tor-Kerzen“ für Oberlin, Netzer und Co. Steurer

Vorerst aber spielt der 18-Jährige noch für die U-21 der Schweiz und denkt an Altach.

Altach. Ja, er sei natürlich glücklich über die viele Spielpraxis und er genieße den Moment, aber: „Ich will immer mehr.“ Das sagt Dimitri Oberlin, der bei nicht weniger als sechs Saisontreffern hält und an sieben von acht Saisontreffern der Rheindörfler direkt beteiligt ist. Über die Gründe für seinen Lauf will er nicht sprechen, vielmehr glaubt man ihm, wenn er meint: „Darüber denke ich nicht nach.“ Wichtig sei, dass er das Vertrauen des Trainers spüre und außerdem: „Ich bin von der Mannschaft sehr gut aufgenommen worden.“

Mit neun Jahren war der gebürtige Kameruner in die Schweiz gewechselt, seit 2015 spielt er in Österreich: Erst für RB Salzburg, jetzt als Bullen-Leihgabe für Altach. Seine Tore aber haben den sehr zurückhaltend wirkenden 18-Jährigen nun plötzlich ins Rampenlicht gerückt. So sagte zuletzt Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick, angesprochen auf Oberlin und Altach: „Seit vier Wochen nenne ich den Klub nur mehr FC Oberlin Altach.“ Schnell also hat sich die Meinung bei Red Bull über den pfeilschnellen Angreifer geändert.

Oberlin selbst hat wohl auch einen kleinen Sinneswandel vollzogen. Seit nämlich sein Heimatland Kamerun um ihn wirbt, denkt er offen darüber nach, der Schweizer Nationalmannschaft nach dem Ende der U-21-EM-Qualifikationsrunde den Rücken zuzukehren. Kasachstan und Bosnien warten auf die Jungkicker der Eidgenossen in der kommenden Woche. „Wir müssen beide Spiele gewinnen“, sagt Oberlin. Derzeit liegt die Schweiz in der Gruppe neun mit acht Punkten auf Platz zwei hinter England (11).

Wichtige Entscheidung

Dass sich sein sieben Monate älterer Freund und Weggefährte Breel Embolo bereits für das Schweizer Team entschieden hat, spiele in seinen Überlegungen keine Rolle. So ganz leicht macht er sich die Entscheidungsfindung dennoch nicht: „Die Entscheidung ist später ja nicht mehr umzudrehen.“

Vorerst aber gilt seine Konzentration voll und ganz Alt­ach und dem Spiel in Graz. Sein Ziel ist es, Tore zu machen. Egal wo, gegen wen und in welcher Liga.

In Altach habe ich sofort das Vertrauen des Trainers gespürt.

Dimitri Oberlin