Ronaldo ist Europas Fußballkönig

Sport / 25.08.2016 • 23:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Europas Beste: Cristiano Ronaldo und Ada Hegerberg. Foto: afp
Europas Beste: Cristiano Ronaldo und Ada Hegerberg. Foto: afp

Cristiano Ronaldo ist zum dritten Mal zum besten Spieler Europas gewählt worden.

Monaco. Cristiano Ronaldo lächelte kurz verhalten, dann nahm er die silberglänzende Trophäe entgegen und entschuldigte sich fast dafür, schon wieder zum besten Spieler des Kontinents gewählt worden zu sein. „Die anderen beiden hätten es auch verdient gehabt“, sagte der Superstar von Real Madrid nach seiner Kür zu Europas Fußballer des Jahres in Monaco. Neben ihm schauten Teamkollege Gareth Bale (27/Wales) und der Franzose Antoine Griezmann (25) leicht bedröppelt zu – an der Auszeichnung des Europameisters ging aber kein Weg vorbei.

„Natürlich bin ich glücklich“, sagte der Portugiese im karierten Sakko, der 46 Tage nach dem EM-Triumph in Frankreich den nächsten Titel einsammelte: „Das war vielleicht die beste Saison überhaupt. Es war ein unglaubliches, ein spezielles Jahr.“ Die Wahl der Europäischen Fußball-

Union

hatte Ronaldo

schon 2008 und 2014 gewonnen, nur Dauerrivale Lionel Messi (29) hat ebenfalls drei im Schrank.

Am Ende zählten für die 55 stimmberechtigten Medienvertreter aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden aber die eindeutigen Fakten. Ronaldo, bald Namensgeber des Flughafens in seiner Heimstadt Funchal, kam in den UEFA-Wettbewerben der Saison 2015/16 auf 62 Tore – er traf fast so oft wie die beiden anderen zusammen (Bale 29, Griezmann 38). Der Portugiese führte sein Heimatland ins EM-Endspiel, in dem er tränenreich verletzt vom Platz getragen werden musste, und verwandelte im Finale der Königsklasse den entscheidenden Elfmeter.

Bei den Frauen triumphierte Champions-League-Siegerin Ada Hegerberg (21) von Olympique Lyon. Die Norwegerin, die damit die seit Einführung der Wahl im Jahr 2013 andauernde deutsche Siegesserie beendete, setzte sich gegen Olympiasiegerin Dzsenifer Marozsán (24) und ihre französische Ex-Teamkollegin bei Olympique Lyon, Amandine Henry (26), durch. „Ein tolles Gefühl“, sagte sie.