Bühne frei für den Triathlon-Mythos

26.08.2016 • 17:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Kultrennen Trans Vorarlberg von Bregenz nach Lech lockt rund 500 Athleten.

bregenz. Erstmals seit dem Revival des Trans-Vorarlberg- Triathlons 2012 gibt es bei der diesjährigen Austragung richtiges Sommerwetter. Der Startschuss fällt um acht Uhr früh im Bregenzer Strandbad. Die letzten vier Austragungen waren geprägt von Regen und Kälte und forderten von den Athleten viel Durchhaltevermögen. Heuer dürften sie beim Schwimmen über 1,2 Kilometer im Bodensee, 180 Kilometer Radfahren durch den Bregenzerwald auf den Hochtannbergpass nach Lech und dem zwölf Kilometer langen Crosslauf erstmals auch einen Blick für die schöne Kulisse haben. Aber ein Härtetest bleibt das Kultevent mit Mythoscharakter bei jedem Wetter. Die Sieger werden gegen 11.30 Uhr im Ziel beim Schlosskopfparkplatz in Lech erwartet.

Lokalmatador Martin Bader

Titelverteidiger Thomas Steger (T) will seine Stärke am Rad ausspielen. Allerdings bekommt er starke Konkurrenz, unter anderem vom Vorjahreszweiten Sebastian Neef (Ger), Michael Göhner (Ger), bisher zwei Mal auf dem Podest, Roman Deisenhofer (Ger), Vierter des Ironman Switzerland, Norbert Dürauer, österreichischer Cross-Triathlonmeister, und dem Dornbirner Martin Bader. Der 24-jährige Lokalmatador startet nach zwei Staffelteilnahmen erstmals als Solist beim Heimevent. „Es ist ein großer Vorteil, die Radstrecke zu kennen. Mit 2000 Höhenmetern zählt sie zu einer der schwersten im Rennzirkus. Ich werde mir meine Kraft gut einteilen, um im abschließenden Lauf noch genügend Reserven zu haben, dann sollte eine gute Platzierung möglich sein“, blickt er voraus. In dieser Saison zeigte der Mitteldistanz-Profi mit den Plätzen sieben und neun bei den IronmanBewerben in Rapperswil und St. Pölten auf. Durch die Reduktion seines Arbeitspensums von 40 auf 30 Stunden hat der HTL-Absolvent eine deutliche Leistungssteigerung verzeichnet. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Training war darauf ausgerichtet, meine Ausdauerleistung zu verbessern. Ich war überrascht, wie stark meine Lauf- und Schwimmleistungen sich auch auf den kürzeren Strecken verbessert haben, ohne nur ein Mal schnelle Intervalle gemacht zu haben“, meinte Bader.

Die Bedeutung des Heimrennens ist für ihn groß. „Ich habe schweren Herzens auf den Jannersee-Triathlon verzichtet und meinen Fokus komplett auf den Trans Vorarlberg gelegt. Die Motivation ist jedenfalls sehr hoch“, betont er.

Bianca Steurer muss passen

Bei den Damen fehlt Vorjahressiegerin Bianca Steurer. Die Schwarzenbergerin muss verletzungsbedingt passen. Damit zählen die Schweizerin Nina Brenn, amtierende Duathlon-Europameisterin auf der Langdistanz und fünffache Infernosiegerin, die Ungarin Anna Halasz, Dritte der Ironman-70.3-Bewerbe in Budapest und Dublin, die ehemalige Duathlon-Weltmeisterin Ulrike Schwalbe oder die deutsche Meisterin im Wintertriathlon Renate Forstner zu den Sieg-Anwärterinnen.

Spannung gibt es aus Vorarlberger Sicht beim Kampf um den Landesmeistertitel auf der Mitteldistanz.

Reiner und Brändle

Starke Besetzung gibt es bei den Staffelbewerben. Ex-Stundenweltrekordler Matthias Brändle nimmt die Herausfoderung mit Schwimmer Paul-Lucas Grabher und Läufer Maximilian Hammerle in Angriff. Lauf-Ass und mehrfache Landesrekordhalterin Sabine Reiner nimmt mit Schwimmerin Daniela Bader und Radfahrerin Ruth Hagen einen Anlauf auf den Sieg in der Damenmannschaft.

Gesamt werden 6000 Euro Preisgeld an die Top-Sechs-Platzierten ausgeschüttet. Die Sieger dürfen sich je über 2000 Euro freuen.

Der Trans Vorarlberg ist für uns Athleten ein wichtiger Bewerb.

Martin Bader