134 Millionen gegen den Regen

28.08.2016 • 19:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Arthur Ashe Stadium in Flushing Meadows ist das größte reine Tennisstadion der Welt. Der Court bietet 22.547 Fans Platz. Foto: gepa
Das Arthur Ashe Stadium in Flushing Meadows ist das größte reine Tennisstadion der Welt. Der Court bietet 22.547 Fans Platz. Foto: gepa

Spektakuläres Dach und neues Stadion
prägen das neue Bild der US-Tennis-Open.

New York. Über 710.000 Zuschauer strömen jährlich in den 14 Tagen des größten Tennis-Turniers der Welt nach Flushing Meadows. Die Transformation der Anlage der US Open wird in diesem Jahr besonders sichtbar: Die spektakuläre Überdachung des Center Court im Arthur Ashe Stadium ist fertig, innerhalb von nur sieben Minuten kann das Dach über die riesige Arena geschoben werden. Die Stadionöffnung, die nun abgedeckt werden kann, ist mit rund 5800 Quadratmetern größer als ein Football-Feld. Anders formuliert würde der gesamte Wimbledon-Center-Court samt Stadion durch diese Lücke passen. Vorbei sollen mit dieser Investition von allein 150 Millionen US-Dollar die wegen Regens mehrfach nötig gewesenen Verschiebungen des Herren-Finales auf Montag sein. Die Unterkonstruktion mit 6500 Tonnen Stahl, die die 23.771 Zuschauer fassende größte Tennis-Arena überhaupt umgibt, war bereits im Vorjahr fertig, nun wurden u. a. die Paneele des Daches ergänzt.

Doch das ist nicht die einzige Neuerung auf der imposantesten Anlage: Nach 18 Monaten Bauzeit ist auch der etwas in den Boden versenkte Grandstand fertig. 8125 Sitze, und damit über 2000 Plätze mehr als das alte, bietet das drittgrößte Stadion in Flushing Meadows.

Auf den Nebencourts wurden zusätzliche 2099 Sitze installiert. Die Nebencourts erhielten ein einheitliches, sehr modernes Erscheinungsbild mit großen Ziffern für den jeweiligen Platz. Der
erst vor einigen Jahren eröffnete Court 17 wird durch einen verbreiterten Boulevard mit dem Grandstand verbunden, womit auch der Zuschauerfluss verbessert werden soll.

Doch dies ist immer noch nicht das Ende der enormen Investitionen in Höhe von bis zu 550 Millionen US-Dollar (487,16 Mill. Euro) im USTA Billie Jean King National Tennis Center – wie die Anlage im Corona Park von Queens offiziell heißt. Am 8. September gibt es für das aktuell zweitgrößte Louis Armstrong Stadium eine Abschiedsveranstaltung für die Fans. Denn dieses Stadion wird durch ein neues ersetzt: Das neue Louis Armstrong Stadium, das 2018 eröffnet werden soll, wird dann statt bisher 10.103 gleich 15.000 Zuschauer fassen. Und auch dieses wird ein verschiebbares Dach bekommen.

Neue Publikumsrekorde zwischen 750.000 bis 800.000 Fans innerhalb von zwei Wochen sind dann möglich. Für Superlative ist bei diesem größten jährlich wiederkehrenden Sportevent also auch in Zukunft gesorgt.

ÖTV-Duo spielt am Dienstag

Aus sportlicher Sicht ist Österreich beim mit 46,3 Millionen Dollar dotierten letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres bei den Herren im Einzel durch Dominic Thiem vertreten. Der auf Position acht gesetzte 22-jährige Niederösterreicher trifft zum Auftakt am Dienstag auf den Australier John Millman. Sollte sich Österreichs Nummer eins durchsetzen, wartet der Sieger der Partie zwischen Ricardas Berankis aus Litauen und dem Tunesier Maelk Jaziri.

Bei den Damen hat Barbara Haas im dritten Anlauf erstmals in ihrer Karriere die Qualifikation für die US Open und damit erstmals bei einem Majorturnier geschafft. Die 20-jährige Oberösterreicherin, aktuell im WTA-Ranking auf Rang 140, trifft in der ersten Runde auf die Weltranglisten-33. Timea Babos. Die 23-jährige Ungarin ist als Nummer 31 gesetzt.