3:0 – Keine Mühe für die DFB-Elf

Sport / 04.09.2016 • 22:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Große Freude bei den Torschützen: Thomas Müller traf nach elf Monaten sogar doppelt, Joshua Kimmich erzielte sein erstes Tor für Deutschland. afp
Große Freude bei den Torschützen: Thomas Müller traf nach elf Monaten sogar doppelt, Joshua Kimmich erzielte sein erstes Tor für Deutschland. afp

Der Weltmeister startet mit einem souveränen Sieg über Norwegen in die WM-Qualifikation.

oslo. Es müllert wieder: Weltmeister Deutschland hat dank Torjäger Thomas Müller auf dem langen Weg zur Titelverteidigung in Russland 2018 den erhofften Traumstart hingelegt. Die bestens aufgelegte Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bezwang ein überfordertes Norwegen in Oslo nach einer sehr souveränen Vorstellung mit 3:0 (2:0). Müller beendete nach 603 Minuten ohne Tor seine Durststrecke in der DFB-Elf und brachte diese in Führung (15.). Nach dem 2:0 durch den ersten Länderspieltreffer des starken Joshua Kimmich (45.) legte der überragende Münchner Angreifer seinen 34. Länderspieltreffer nach (60.).

Löw vertraute auf Rio-Helden

Löw vertraute im ersten Spiel der WM-Qualifikation vor 26.000 Zuschauern im ausverkauften Ullevaal-Stadion neben Müller acht weiteren Helden von Rio 2014. Kimmich und Jonas Hector auf den defensiven Außenbahnen waren die einzigen beiden Spieler in der Startelf, die nicht zum Triumph in Brasilien beigetragen hatten. Und der Bundestrainer kehrte nach dem Test gegen Finnland (2:0) auch wieder zum gewohnten 4-2-3-1-System zurück. Löws Mannschaft agierte in Oslo auf höchstem Niveau. Nächste Gelegenheit, die kleineren Mängel zu beheben, erhalten der neue Kapitän Manuel Neuer und Co. im Oktober gegen die EM-Teilnehmer Tschechien und Nordirland, die wohl stärksten Gegner in Quali-Gruppe C, die Deutschland nun anführt. Nur der Sieger bucht ein Direkt-Ticket zur WM nach Russland, wo im Finale am 15. Juli 2018 in Moskau der fünfte Stern her soll.

Leichtes Spiel in Oslo

Entsprechend engagiert ging die Mannschaft die Aufgabe an. Von Norwegen, das auf Kapitän Per Ciljan Skjelbred von Hertha BSC verzichten musste, hatte sie kaum etwas zu befürchten. Die Nummer 50 der Welt gewährte im Mittelfeld viele Freiheiten, ihre Kontertaktik verfing nicht.

Auf der anderen Seite tat sich Mario Götze als „falsche Neun“ äußerst schwer. Löw hatte keine Alternative, weil neben Gomez auch Weltmeister André Schürrle, Marco Reus, Leroy Sané und Kevin Volland fehlten. Und so wurde wie beim EM-Aus im Halbfinale gegen Frankreich vor zwei Monaten auch in Oslo eine feste Anspielstation im Angriffszentrum vermisst – eben ein echter Stürmer, der Gegner bindet und wirkliche Torgefahr ausstrahlt. Müller gab wie gewohnt mehr den Schleicher und Raumdeuter – diesmal allerdings auch sehr erfolgreich. Das dürfte auch Bastian Schweinsteiger nicht entgangen sein, der beim ersten Länderspiel nach seinem Abschied vor dem Fernseher die Daumen drückte.